Die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz hat eine erfolgreiche Spielzeit-Bilanz gezogen. In Schwerin sieht die Situation gerade anders aus. Die Theater an der Seenplatte haben in der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit ein Besucherplus verzeichnet. Mit gut 108.000 Zuschauern kamen rund zwei Prozent mehr als in der Spielzeit davor
Kunstvolle Deckenmalereien und europäische Architektur prägen die prachtvollen Theater im Norden Brasiliens - nun werden sie von der Unesco geehrt. Die Region ist auch bei deutschen Touristen beliebt. Zwei historische Theater im brasilianischen Amazonasgebiet sind als Unesco-Welterbe anerkannt worden. Das Teatro Amazonas in Manaus und das Theatro
Schon lange vor allem Gerede oder Hype um Digitalisierung in der Kunst hat die künstlerische Leitung dieser schier unendlichen Wagner-Festspiele Entscheidendes getan: gemäß der Definition „Festspiele sollen das Besondere am besonderen Ort“ wagen – das Besondere gewagt –, nämlich: Bei der Feier von „150 Jahre Ring-Uraufführung“ am Grünen Hügel soll
„To the devil with exercises“, zum Teufel mit den Übungen, ist vielleicht nicht ganz der richtige pädagogische Ansatz, um jungen Menschen das Spielen eines Instrumentes näherzubringen. Das ist auch keineswegs Absicht oder Ziel des britisch-deutschen Pianisten Bruno Heinen. Er bezieht sich auf ein Zitat Béla Bartóks, welches endet: „they are the last thing I want to spend my time on“. Ideen aus Bartoks Werk Ohne Zweifel hat der im Saarland geborene Musiker, der als Einjähriger nach England kam, seine Übejahre längst hinter sich. Während dieser hat er sich auch mit der Musik des Ungarn auseinandergesetzt, dessen Sammlung pädagogischer Klavierstücke inspirierende Grundlage für die Kompositionen des Albums war. Heinen verwendet Zellen und Ideen aus Bartoks Werk, vorwiegend dem sechsten Band, sowie Liedtexte in Form von Zitaten und schafft damit eine neue Suite. Biografisch ist Heinen zudem von Komponisten wie Duke Ellington, Wayne Shorter und György Ligeti geprägt, die Ausdruck einer großen Bandbreite seines kompositorischen Schaffens sind. Die Grenzen zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik sind fließend, die Musik ein eigener, eigenwilliger Kosmos mit Andockstellen für Jazztraditionalisten und Third-Stream- oder Avantgarde-Anhängern gleichermaßen. The W Neben dem neu gegründeten …
Viel zusammen bei der ersten Opernpremiere des Salzburger Festspielsommers 2026 mit dem seit einigen Jahren als problematisch betrachteten Repertoire-Blockbuster „Carmen“: Mit Teodor Currentzis ein umstrittener Dirigent, die über alles erhabene Asmik Grigorian in der Mezzosopran-Titelpartie und Durchstarter Jonathan Tetelman als Don José zwischen
Zum Auftakt der Jubiläumsfestspiele ist einiges anders als sonst. Man könnte schon den gut besuchten und populär programmierten, wortreich moderierten und von Pablo Heras-Casado mit Lust dirigierten Open-Air-Vorabend im Park am Fuße des Festspielhauses als eigentliche Eröffnung gelten lassen. Für alle offen und kostenlos – das liegt nicht weit von
Mit der erstmaligen Aufführung von Richard Wagners Oper «Rienzi» sind die Bayreuther Festspiele ein Risiko eingegangen. Zum Glück. Zum großen Jubiläum eine Oper, die noch nie im Festspielhaus aufgeführt wurde - und dann auch noch eine, die für Adolf Hitler eine besondere Rolle spielte: Die Bayreuther Festspiele sind mit ihrer Premiere von Richard
1.800 Bläserinnen und Bläser, 72 Stunden Musik - in Nürnberg soll in dieser Woche das längste Posaunenkonzert der Welt geben und damit ein Weltrekord aufgestellt werden. Der Übergang zwischen den Stücken muss dabei fast nahtlos sein. Rund 1.800 Bläserinnen und Bläser werden an dem Mega-Konzert in der Jakobskirche beteiligt sein, wie Organisator
Für die Internationalen Fredener Musiktage sind noch Tickets verfügbar. Die Veranstaltungsreihe für Kammermusik startet am kommenden Freitag unter dem Motto «Lasst uns tanzen (Let's dance)», wie die Veranstalter mitteilten. Fast täglich soll es dann bis zum 9. August ein Konzert in Freden und umliegenden Orten südlich von Hildeshelm geben. Bereits
Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 27.07.26 bis zum 02.08.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
(Von Claus Lochbihler) Zwischen Jazz, brasilianischen Rhythmen und R&B entfaltet Gretchen Parlato eine Vokalkunst von außergewöhnlicher Feinheit. Die schönsten Momente entstehen dort, wo ihre Stimme selbst zum Instrument wird. Einmal schließt Gretchen Parlato in der „Unterfahrt“ die Augen und reckt die Nase leicht nach oben. Wie eine Jagdhündin, die Witterung aufnimmt, saugt sie den Groove ihres Trios ein: hörend, spürend, vielleicht sogar riechend. Dann öffnet sie abrupt die Augen, tritt ans Mikrofon und klinkt sich mit ihrer hellen, zarten Stimme in die Musik ein. Stimme als Instrument Parlato ist eine Sängerin, bei der Gesang, Stimme als Instrument und Vokalperkussion nahtlos ineinander übergehen. Sie verbindet das rhythmisch federnde Flüstersingen eines João Gilberto mit westafrikanischen Vokalisen und der Virtuosität eines Bobby McFerrin zu einer ganz eigenen Kunst. Klanglich ist ihre Stimme hell und fein, mitunter von beinahe blendender Intensität – wie ein Sopransaxofon. Kein Wunder, dass auch in der „Unterfahrt“ ihre Version von Herbie Hancocks „Butterfly“ zum Höhepunkt wird: Jazz-Funk als flirrende Groove-Meditation, berückend schön und dicht, getragen vom Flügelschlag ihrer Stimme. Die stärksten Momente dieses Abends entstehen oft dann, wenn Parlato weniger einen Song als vielmehr …
So hat man Festspiel-Chefin Katharina Wagner selten erlebt: In ihrer Begrüßungsrede zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele äußert sie sich so politisch wie vielleicht noch nie. Zu ihrem 150-jährigen Bestehen stellen die Bayreuther Festspiele sich entschieden gegen einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft. Es gehe darum, «hier Nein zu sagen»
Von und Britta Schultejans, dpa (Foto Archiv) = Die Bayreuther Festspiele stehen vor ihrem großen Jubiläum, doch sie blicken darüber hinaus. Es soll künftig immer zwei Neuproduktionen geben auf dem Grünen Hügel - aber die Sache hat einen Haken. Wie geht es weiter nach dem großen Jubiläum? Nach der Feier zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther
Kultur ist für den neuerdings zuständigen Minister die stabilste Brandmauer gegen Entdemokratisierung. Wie sich der SPD-Politiker die Förderung und die Szene in Rheinland-Pfalz vorstellt. Mit attraktiven Bedingungen für Kulturschaffende, lebendigen Kinos und Bibliotheken als Orte für alle will Minister Sven Teuber die Kultur fördern. «Ich will
Während des Kurt-Weill-Fests 2027 steht der jüdische Künstler voll im Fokus. Schon in den kommenden Monaten ist in Dessau Kultur erlebbar - ganz nahbar und in unterschiedlicher Form. Bis zum Kurt-Weill-Fest sind es noch einige Monate, dennoch sind unter dem Namen des jüdischen Künstlers auch jetzt schon mehrere Veranstaltungen geplant. So will die
Die Musical-Uraufführung „Das Buschgespenst“ wurde an einer der spektakulären Naturbühnen Greifensteine zum umjubelten Erfolg. Karl May hatte 1884 bis 1886 in seinem Kolportageroman „Der verlorne Sohn oder Der Fürst des Elends“ und in dessen Fortsetzung „Die Sklaven der Arbeit“ nicht an schauerlichen Begebenheiten in seiner erzgebirgischen Heimat
Jede Menge los in München und Umgebung. Helene Fischer in der Allianz Arena, Sommerfestival im Olympiapark und das Endspiel der Fussball-Weltmeisterschaft … bei dem Programm des Internationalen Feringa Jazzfestival in Unterföhring gab es an diesem Wochenende für die Jazzfans keine Entscheidungsnöte. Der Jazz wurde gefeiert! Das Herrliche ist im Bürgerhaus Unterföhring vor allem das einladende Ambiente und die relaxte Atmosphäre. Als Festivalopener gab sich dieses Jahr Kenny Garrett mit seinem Quintett die Ehre und veranstaltete ein Jazzfeuerwerk vom Feinsten. Seine Beats sind live, gespickt mit herrlich inspirierten Soli, im Gegensatz zu seinem aktuellen Albums „Sounds From The Ancestors“, durchaus eingängig und danceable, was sich gegen Ende seines Auftritts widerspiegelte. Der ausverkaufte Saal tanzte, gute Vibes überall. Die Band mit Percussion Legende Rudy Bird, Keith Brown, Jeremiah Edwards und Michael Ode, bestens eingespielt, waren so gut gelaunt, dass sie nach der Zugabe, nachdem nur noch eine Handvoll Zuschauer im Saal waren, kurzfristig noch eine Jam-Session auf der Bühne einlegten. That’s Jazz! Aufregendes Quintett Am zweiten Abend dann die grandiose Vibraphonistin Sasha Berliner mit einem aufregenden Quintett: Pablo Held am Flügel, dem Saxophonisten Seamus Blake, Simon Jermyn …
Das Bayreuther Opern-Repertoire ist ziemlich begrenzt. Zur Feier des 150. Festspiel-Jubiläums wird es erweitert - und zwar um Wagners Frühwerk «Rienzi». Ausgerechnet. «In jener Stunde begann es...», soll Adolf Hitler gesagt haben, nachdem er als Teenager in Linz Richard Wagners Oper «Rienzi» gesehen hatte. So schreibt es sein Jugendfreund und
Polit-religiöser Wahn und sogar Irrsinn feiern derzeit Triumphe. Unsere Welt scheint vielfach aus den Fugen. Vergleichbares musste Komponist Leos Janáček 1916–17 durchleben: Weltkrieg, nationale Unabhängigkeitswünsche, zunehmende Gesellschaftskritik, künstlerische Umbrüche, private Turbulenzen … Dazu passte keine regelgerechte Oper…
(Text und Fotos: Stefan Pieper) Hoch oben auf dem Vigiljoch, in einem Mittagskonzert vor mächtiger Bergkulisse, geschah etwas, das den Ton dieser 44. Ausgabe am reinsten traf. Das norwegische Duo Sissel Vera Pettersen und Eirik Hegdal umarmt die Landschaft mit seiner Musik. Aus den langen, offen assoziativen Stücken öffnen sich weite Räume, die flächig und ambienthaft wirken und dann konkreter werden, getragen vom lyrisch atmenden Saxofon, Hegdals Klarinette und einer Stimme, die Pettersen ganz instrumental einsetzt. Exotisch anmutende Figuren wirken wie aus einer nordischen Folklore, die elementaren Zuständen nahe ist. Dazu pulsieren sanft tiefe Bassfrequenzen aus der Elektronik, wie die Stöße eines heißen Sommerwinds, der sich mit dem freien Spiel des Duos synchronisiert. Konzerte auf Bergeshöhe sind stets das gewisse Etwas dieses Festivals, und mit ihrem grenzenlosen atmosphärischen Gespür haben die beiden die Messlatte höher gelegt. Wenn das Wetter Regie führt Manchmal zogen nachmittags Gewitter auf und erzwangen Verlegungen nach drinnen; das war längst eingespielte Routine. Das Schweizer Trio um die Lausanner Kontrabassistin Louise Knobil wich kurzerhand in die Wohnzimmeratmosphäre des Hotels Bad Ratzes aus, am Fuße des Schlern-Massivs. Knobil, die sich als Marke inszeniert …
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