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Künstler fordern Einigung auf Visaregeln nach Brexit

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Vor allem in der Wirtschaft macht sich der Brexit bemerkbar. Doch im Schatten der Handelsrouten stoßen auch andere Branchen an bisher unbekannte Grenzen. Auch Kunstschaffende benötigen neuerdings ein Visum – das hat schwere Folgen.

Angesichts neuer Visaregeln für Künstler nach dem Brexit fordern Musiker und Konzertveranstalter eine schnelle Einigung zwischen Großbritannien und der EU. Die zusätzlichen Bürokratiekosten könnten Karrieren zerstören, sagte der Chef des Branchenverbandes UK Music, Jamie Njoku-Goodwin, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Für britische Musiker seien Touren durch die EU besonders wichtig, zudem könne das Kulturleben in Großbritannien Schaden nehmen. „Es ist eine Lose-Lose-Situation für beide Seiten.“

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90-jähriger Trompeter gibt Balkonkonzerte gegen Corona-Blues

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Keine Konzerte, keine Kneipen – Corona nervt viele. Ein Koblenzer will daher auf ungewöhnliche Art aufmuntern. Er ist 90 Jahre alt.

Klaus Dannert, 90-jähriger Hobby-Trompeter in Koblenz, gibt fast jeden Abend ein kleines Balkonkonzert gegen den Corona-Blues. „Ich warte immer die sieben Glockenschläge der St.-Josef-Kirche bei mir ab, dann setze ich auf meinem Balkon an“, sagt der pensionierte evangelische Pfarrer. „Meistens spiele ich zwei Strophen eines Volkslieds – die erste laut, die zweite leise als Echo.“ Danach intoniere er für die Kinder das Sandmännchen-Lied. „Mal in der West-Fassung, mal in der DDR-Fassung, da wechsele ich“, erklärt Dannert.

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Bayern: Opposition fordert Hilfen und Perspektiven für Kulturbereich

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Von der selbstständigen Kamerafrau über freie Schauspieler bis zum Lichttechniker: Viele Künstler und Kreative haben im Lockdown keine Aufträge – und damit kein Einkommen. Die Lage ist prekär, warnen drei Oppositionsparteien. Die Regierung müsse deshalb sofort handeln.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft liegt in der Corona-Krise darnieder, viele Künstler bangen um ihre Existenz – weshalb die Landtagsfraktionen von Grünen, SPD und FDP einen „Akut-Katalog“ mit sechs Forderungen an die Staatsregierung vorgestellt haben. Soloselbstständige Künstler bräuchten umgehend finanzielle Hilfen, die gesamte Kunst- und Kulturwirtschaft dringend klare Öffnungsperspektiven, betonten die kulturpolitischen Sprecher Sanne Kurz (Grüne), Volkmar Halbleib (SPD) und Wolfgang Heubisch (FDP) am Freitag in München.

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Kein Spielbetrieb bis Ende März für Thüringer Theater und Orchester

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Die Zuschauerplätze in Thüringens Theater- und Orchesterhäusern werden bis Ende März leer bleiben. Am Freitag verständigten sich Träger, Intendantinnen und Intendanten sowie die Geschäftsführerinnen der Verbände der freien Theaterszene mit der Staatskanzlei darauf, den Spielbetrieb weiter ruhen zu lassen. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie sei nichts anderes möglich, sagte Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) nach der Telefonschalte mit den Theater- und Orchestervertretern.

Um Kontakte und somit mögliche Übertragungen des Virus am Arbeitsplatz zu vermeiden, würden die Häuser zudem den Probebetrieb und andere Abläufe soweit wie möglich herunterfahren.

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Bühnenverein bedauert längere Theaterschließungen

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Längere Theaterschließungen sind aus Sicht des Deutschen Bühnenvereins bedauerlich. In einigen Städten sollen Bühnen wegen der Pandemie noch bis Ostern geschlossen bleiben. Das gebe eine gewisse Planungssicherheit, aber eine Schließung von insgesamt fünf Monaten sei „eine lange Zeit“, sagte der geschäftsführende Direktor Marc Grandmontagne am Freitag.

Bundesweit sind Theater, Opern- und Konzerthäuser, aber auch viele andere Einrichtungen seit November wieder geschlossen. Die Einschränkungen sind vorerst bis Ende Januar befristet. An einigen Theatern wird bereits eine längere Pause eingeplant.

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Simon Rattle hat deutsche Staatsbürgerschaft beantragt

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Sir Simon Rattle ist ein Dirigent von Weltrang. In London hätte man ihn gern behalten. Nun geht er aber 2023 nach München. Zu Deutschland hat er ohnehin schon lange eine besondere Beziehung, die nun noch enger werden soll.

Sir Simon Rattle will deutscher Staatsbürger werden. Der Pass sei bereits beantragt, sagte der Wahl-Berliner am Freitag wenige Tage nach seiner Kür zum neuen Chefdirigenten des Symphonieorchesters und des Chores des Bayerischen Rundfunks (BRSO) in München. Seine britische Staatsbürgerschaft will der 65-Jährige aber behalten. „Natürlich, das wäre sonst emotional unmöglich“, sagte er. Bis Mitte 2023 bleibt Rattle als Musikdirektor beim London Symphony Orchestra (LSO), dann will er zur Konzertsaison 2023/2024 in München starten.

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Bund fördert sechs neue Projekte für kulturelle Vermittlung

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Der Bund fördert sechs neue Projekte für kulturelle Diversität, Vermittlung und Teilhabe. So erhalten etwa die Münchner Kammerspiele 300.000 Euro für das Vorhaben „Zugängliches Theater“, mit dem es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht werden soll, Theater zu produzieren, zu kuratieren und zu rezipieren. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach bekommt für das partizipative Projekt „Das Literaturmuseum der Zukunft“ 187.000 Euro, womit digitale und analoge Formate für eine neue Dauerausstellung entwickelt werden sollen.

Bei „Konzert für alle“ der Berliner Rundfunk Orchester und Chöre sollen neue Formate getestet werden für Gehörlose und Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Dafür stellt der Bund 290.000 Euro bereit. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will bei „Ready to enter“ die Neue Nationalgalerie für Jugendliche als außerschulischen Lernort öffnen, damit sie Ideen für neue Angebote des Museums einbringen. Dieses Projekt wird mit 225.000 Euro gefördert.

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Impfen in Kaufhaus und Oper – Russland weitet Kampf gegen Corona aus

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Mit mobilen Impfstationen unter anderem in Einkaufszentren weitet die russische Hauptstadt Moskau ihren Kampf gegen das Coronavirus aus. Vom kommenden Mittwoch an gebe es im weltberühmten Kaufhaus Gum am Roten Platz, in zahlreichen Einkaufszentren sowie in der Oper Helikon Impfstationen für Laufkundschaft, teilte die Verwaltung der größten europäischen Metropole an Freitag mit. Geimpft werde jeder Freiwillige, hieß es.

Verabreicht wird ausschließlich der von russischen Forschern entwickelte Impfstoff „Sputnik V“. Mobile Impfstationen sind bisher in Russland vor allem für Grippeschutzimpfungen eingesetzt worden. Kremlchef Wladimir Putin hatte in dieser Woche angeordnet, von Montag an mit der Massenimpfung landesweit voll durchzustarten. Die Impfkampagne läuft bereits seit Dezember. Bisher sind nach offiziellen Angaben mehr als 1,5 Millionen Menschen mit „Sputnik V“ geimpft worden.

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Hindemith-Preis 2021 geht an den Komponisten Mithatcan Öcal

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Der Hindemith-Preis 2021 geht an den türkischen Komponisten Mithatcan Öcal. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung werde im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals vergeben, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Der 28 Jahre alte Komponist habe die Jury mit besonderer musikalischer Tiefe und Reife überzeugt.

„Mithatcan Öcal zeigt in seinen Werken eine beeindruckende klangliche Vielschichtigkeit“, teilte der Intendant des Festivals, Christian Kuhnt, mit. Mit dem seit 1990 vergebenen Preis werden zeitgenössische Komponisten ausgezeichnet. Öcal lebt als freischaffender Komponist und Musiker in Istanbul.

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Ultraschall Berlin 2021 – Festival für neue Musik (20. bis 24. Januar 2021) – Programmänderungen

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Für die in diesem Jahr als Radiofestival stattfindende 23. Ausgabe von „Ultraschall Berlin“ vom 20. bis 24. Januar 2021 werden Programmänderungen erforderlich: Die drei Konzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) können bedauerlicherweise nicht stattfinden, da die ROC gGmbH aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens entschieden hat, die Aussetzung des Spielbetriebs ihrer Klangkörper bis zum 31. Januar 2021 fortzusetzen.

Erfreulicherweise ist es kurzfristig gelungen, für diese Termine unter Beibehaltung verschiedener Programmelemente spannende Alternativen zu gestalten:

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Auf der Suche nach unbelasteten Räumen – Die Geigerin Franziska Pietsch im Portrait

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Musikalische Träume, potentielle Staatsfeindin, Leben im Stillstand, Klassikzirkus-Abwehr – Franziska Pietschs problematische deutsch-deutsche Lebensgeschichte steht auch in ihrer künstlerischen Vita, weil die Musik für die Geigerin überlebenswichtig war und es immer noch ist. Georg Rudiger hat sie für uns portraitiert.

Hauptbild: 

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Sachsen-Anhalt legt Stipendienprogramm für Künstler neu auf

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Sachsen-Anhalt will der von der Pandemie besonders gebeutelten Kulturszene auch in diesem Jahr unter die Arme greifen. Das Stipendienprogramm „Kultur ans Netz“ werde weiterlaufen, sagte Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger am Donnerstag in einer Video-Schalte mit Vertretern verschiedener Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände. In der ersten Runde waren 2020 rund 500 Anträge eingegangen und Hilfen in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro ausgezahlt worden – das war weniger als vom Ministerium erwartet. Zur Verfügung standen sechs Millionen Euro.

Nun stünden 4,5 Millionen Euro bereit. Derzeit laufe die Abfrage bei den Verbänden, wie viele Anträge dieses Mal erwartet werden könnten.

Auch davon hänge ab, wie hoch das Stipendium ausfallen kann. Wer hauptberuflich in der Kulturszene tätig sei und in Sachsen-Anhalt wohne, konnte bis zu drei Monate lang 1000 Euro pro Monat bekommen. Laut Schellenberger könnte das Programm zum 1. März aktiviert werden.

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Staraufgebot bei Biden-Amtseinführung – Lady Gaga singt Nationalhymne

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Große Stars sollen den Tag der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris am 20. Januar prägen. So werde die Popmusikerin Lady Gaga die US-Nationalhymne „Star Spangled Banner“ singen, teilte das für die Zeremonie zuständige Komitee am Donnerstag mit.

Die 34-Jährige („Poker Face“) hatte Biden bereits mit einem Auftritt zum Abschluss seiner Wahlkampagne unterstützt. Auch die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez (51) werde auftreten.

Nach der Vereidigung von Biden und Harris ist eine live übertragene Sondersendung im Fernsehen geplant. Tom Hanks (64, „Forrest Gump“, „Philadelphia“) wird den Organisatoren zufolge das TV-Special „Celebrating America“ (Wir feiern Amerika) moderieren. Die Sendung werde ab 20.30 Uhr Ortszeit (02.30 Uhr MEZ) ausgestrahlt.

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„Blutkünstler“ Hermann Nitsch auf dem Grünen Hügel?

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Es gibt Gerüchte um ein Engagement des Aktionskünstlers Hermann Nitsch bei den Bayreuther Festspielen. Das österreichische Magazin „News“ berichtet, der als „Blutkünstler“ bekannt gewordene 82-Jährige solle in diesem Jahr Richard Wagners „Walküre“ auf dem Grünen Hügel inszenieren. Nitsch selbst bestätigte diese Information zunächst nicht direkt. „Es war immer mein Traum, in Bayreuth zu inszenieren. Vielleicht wird es ja einmal Wirklichkeit“, sagte er dem Magazin.

Festspiel-Chefin Katharina Wagner hatte im Dezember schon „einen namhaften Performancekünstler“ für die Festspiele 2021 angekündigt – allerdings ohne einen Namen zu nennen. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur wollte sie sich auch am Donnerstag noch nicht dazu äußern: „Ich bitte noch um etwas Geduld und möchte gern, dass zuerst alle Verträge unterschrieben sind.“ Eine Sprecherin der Nitsch-Foundation in Wien verwies ebenfalls auf später.

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Unesco-Lehrstuhl an Weimarer Musikhochschule vier Jahre verlängert

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Musikwissenschaftler aus Weimar und Jena werden für vier weitere Jahre internationale musikalische Traditionen unter dem Label der Unesco erforschen. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit dem Generalsekretariat der internationalen Kulturorganisation getroffen worden, teilte die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ am Donnerstag in Weimar mit. Der Unesco-Lehrstuhl für Transkulturelle Musikforschung beschäftigt sich mit Musikstilen aus der ganzen Welt als immaterielles Kulturerbe.

Der Lehrstuhl ist Teil des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena. Wie es hieß, kommen die Lehrveranstaltungen des Instituts den Studierenden in den wissenschaftlichen, pädagogischen und künstlerischen Studiengängen sowie auch dem Kulturmanagement zugute. Die Weimarer Hochschule verfügt diesen Angaben zufolge über den weltweit einzigen musikbezogenen Unesco-Lehrstuhl.

Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart bis Ende März geschlossen

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Die Vorhänge der Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart bleiben wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen bis mindestens Ende März geschlossen. „Das Infektionsgeschehen lässt eine Öffnung des Spielbetriebs leider noch nicht zu“, sagte Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart.

Es sei wichtig gewesen, den Häusern eine gewisse Planungssicherheit zu geben. Deshalb sei die Entscheidung zum fortgesetzten Theater-Lockdown für den regulären Spielbetrieb bereits jetzt gefallen. Spätestens Mitte Februar solle erneut bewertet werden, ob, wann und wie weitergespielt werden könne.

Das Badische Staatstheater und die Württembergischen Staatstheater sind bereits seit Anfang November für das Publikum geschlossen. Beide Häuser werden gemeinsam von Land und Kommune getragen.

Kultursenator Lederer: Berliner Bühnen wohl bis Ostern dicht

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Wann wird man wieder ins Theater gehen können? Berlins Kultursenator Lederer hat mit mehreren Bühnenleitern darüber gesprochen. Den Zuschauern steht demnach noch eine längere Zwangspause bevor.

Die Berliner Bühnen bleiben angesichts der Pandemie voraussichtlich bis Ostern geschlossen. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sagte am Donnerstag, er habe mit Vertretern der Bühnen des Landes und der freien Szene konferiert. „Wir sind uns gestern eigentlich ziemlich einig gewesen, dass bis Ostern hier in Berlin keine Bühne aufgemacht wird. Dazu braucht man nicht viel Fantasie“, sagte Lederer im Abgeordnetenhaus.

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Wie Dylan und Young: Shakira hat ihre Songrechte verkauft

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Pop-Sängerin Shakira (43) hat ihre Songrechte zu 100 Prozent an das Unternehmen Hipgnosis verkauft. „Willkommen in der Hipgnosis-Familie, Shakira“, schrieb die britische Firma am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter. Der von Merck Mercuriadis geleitete Hipgnosis Songs Fund verwaltet geistiges Eigentum und Liedrechte.

Die kolumbianische Sängerin Shakira sei „eine der ernsthaftesten und erfolgreichsten Songwriterinnen der letzten 25 Jahre, die praktisch jeden Song, den sie jemals aufgenommen hat, geschrieben oder mitgeschrieben hat“. Das betonte Firmengründer Mercuriadis laut Mitteilung.

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