JazzZeitung - aktuell

Bayerisches Jazzweekend 2026 – vielfältiger, jünger und interessanter denn je

Freitag und Samstag: Sounds zwischen Afrika und Ohrenputzern Vielfältiger, reicher, jünger und damit interessanter denn je. Auf diese einfache Formel lässt sich das diesjährige 45. Jazzweekend bringen. Auch wenn in den letzten Jahren seit dem geglückten Relaunch des einstigen Amateurfestivals vieles nach Jahren der Stagnation besser geworden ist, scheint es heuer noch einmal mehr Schwung bekommen zu haben. Zu spüren war das vor allem am Abend der offiziellen Eröffnung, als Scharen jüngerer und junger Menschen die Plätze, Höre und Gassen und später die noch wenigen offenen Spielstätten regelrecht bevölkerten. Beim Degginger bildete sich gar eine lange Schlange Wartender, um möglichst doch noch etwas von der coolen Show des Rapduos Leila Carter und Maniac mitzubekommen. Die virtuose junge Freestyle-Sängerin und der fast schon altgediente HipHop-Enthusiast traten zusammen mit einem der heißesten Live-Acts der deutschen Hip-Hop-Szene auf. Tribez, das fünfköpfige Ensemble mit dem vibrierenden Gitarristen Ben Treimer im Zentrum fädelte sich mit phänomenaler Energie von der 1960er Jahre Instrumentalnummer „Apache“ bis zu scratchy Sound von heute ohne dabei in eine Nostalgiepfütze zu treten. Die durchwateten dagegen am nächsten Abend voller Genuss Uwe Nitzl and his Sixpack an …

Die „Sommerfestival“-Radiowoche vom 06.07.26 bis 12.07.26

Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 06.07.26 bis zum 12.07.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.

Der Spirit der Nina Simone: Auftakt zum 45. Bayerischen Jazzweekend

Da hatte es das Wetter mal gut mit dem Jazzweekend gemeint: Bei angenehmen Temperaturen füllte sich die Piazza im Gewerbepark zum traditionellen Auftakt schnell mit Publikum, die Stimmung war entspannt, das Bier schmeckte. Leicht unterspannt war allerdings das, was zum Einstieg in den dreiteiligen Abend von der Bühne tönte: Triorange aus München ließ es schon sehr locker angehen mit seiner Mischung aus Swing, Dixie und Bossa. Bei den Gesangseinlagen von Trompeter Mark Johnson und Posaunistin Marion Dimbath war wenig Zug dahinter, und so plätscherten alberne Liebenswürdigkeiten wie „Chewing Gum“ doch ein wenig vor sich hin. Die Trio-Stammbesetzung – neben Dimbath mit Alex Czinke an der Gitarre und Robert Klinger am Kontrabass – war für diesen Auftritt zum Quintett um Trompete und Schlagzeug (Wolfgang Kotsowilis) erweitert worden. Das Energielevel steigerte das nur bedingt, schön waren allerdings die zweistimmigen Passagen von Trompete und Posaune. Marion Dimbath wird als „Jazz-in-Residence“-Künstlerin im Laufe des Weekends noch in weiteren Formationen zu hören sein, am Samstag zum Beispiel im Trio Elsa va dor mit Klarinettistin Janine Schrader und Cellistin Anna Rehker – womöglich die spannendere Konstellation. Stolz konnte Emiliano Sampaio anschließend …

Stanley Clarke erhält die German Jazz Trophy – eine Laudatio von Mini Schulz

Pünktlich zum Start des diesjährigen Stuttgarter Festivals Jazz Open wurde traditionell die  German Jazz Trophy im SpardaWelt Eventcenter verliehen. Auch wenn der Star des Abends ohne Frage der Preisträger Stanley Clarke ist – am 1. Juli 2026 wurde gleich im doppelten Sinne Geschichte geschrieben. Schließlich wird die German Jazz Trophy heuer zum 25. Mal überreicht. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert sowie mit einer Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Hajek. Er wird verliehen von der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg, der neuen musikzeitung und JazzZeitung.de „Die German Jazz Trophy würdigt seit 2001 Künstlerinnen und Künstler für ihr Lebenswerk – dafür, dass sie nicht nur einfach Musik machen, sondern Jazz in seiner reinsten Form leben – ihn denken, formen und immer wieder neu erfinden“, sagt Jurymitglied Martin Buch, der Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Vor dem Konzert des Preisträgers, der mit seinem aktuelle Quartett mnit Beka Gochiashvili (keys), Emilio Modeste (sax) und Jeremy Collier (drums) nach Stuttgart gekommen war, gab es wie immer eine Laudatio. Diese Lobesrede hielt kein Geringerer als Mini Schulz, einer der großen Bassspieler …

Kein Hitzefrei für die Avantgarde: Das 44. Südtirol Jazzfestival Alto Adige hat begonnen

Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige eröffnete seine 44. Ausgabe im Bozener NOI Techpark – und erlebte einen Traumstart unter freiem Himmel. Kurz zuvor war das Festival mit dem EJN Award for Adventurous Programming des Europe Jazz Network ausgezeichnet worden. Zehn Tage lang wird nun das ganze Land zur Bühne – mit über fünfzig Konzerten an drei Dutzend Spielstätten mit mehr als hundert Musikerinnen und Musikern aus halb Europa und darüber hinaus. Es ist diese eine Stunde am Abend, in der die Tageshitze noch in den Betonflächen des Bozner NOI Techpark steht und der Himmel über den Bergen zu glühen beginnt. Mitten in einem flachen Wasserbecken stehen drei norwegische Schlagzeuger auf kleinen Podesten: Gard Nilssen, Hans Hulbækmo und Håkon Mjåset Johansen. Hineinspringen lohnt nicht, dafür ist das Wasser zu seicht. Doch ihr Zusammenspiel entwickelt einen eigenen Sog: Sie verweben ihre Rhythmussprachen zu einem einzigen Puls – drei Individualitäten, die ihr Spiel mit der Atmosphäre ringsum verschmelzen lassen. Auf der Bergkette über dem Stadtteil leuchten mächtige Haufenwolken orange in der Abendsonne. Eben noch prägt die ausgelassene Stimmung des Begrüßens und Wiedersehens das Geschehen. Der Hochsommer, der gleich …

Die „Unwetter“-Radiowoche vom 29.06.26 bis 05.07.26

Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 29.06.26 bis zum 07.07.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.

Das 1. Muniq Jazz Festival begeistert auf ganzer Linie

Schee war’s. Alles in allem ein gelungenes Festival, entspannte Stimmung, kommunikative Atmosphäre, musikalisch fantastisch mit wunderbaren Begegnungen abseits der Bühne. Das Wetter spielte mit, die Locations haben sich als absolut festivaltauglich erwiesen und so passte eins zum anderen … aber nun der Reihe nach. Das Niq-Team und das 1. Muniq Jazz Festival Wer steckt hinter allem? Das NIQ e.V. Team! Vor gut vier Jahren von AkteurInnen der Münchner Jazzszene gegründet, entstand schließlich die Idee, ein Festival zu veranstalten das aktuelle Strömungen des Jazz und improvisierte Musik kombiniert. Dreh- und Angelpunkt sind Münchner Jazzmusiker, die einen aktiven Austausch zur überregionalen Szene herstellen und so Kooperationen ermöglichen. Seit Monaten intensiver Vorbereitungen des Niq Teams, Sponsoren- & Locationsuche nahm das 1. Muniq Jazz Festival Form und Gestalt an. Am 19. und 20. Juni war es endlich soweit. Das Programm stand, Locations waren gebucht, Licht- und Tonteam waren gefordert und gaben ihr Bestes. Im Nachgang betrachtet war das Muniq Jazz Festival eine bemerkenswert innovative Veranstaltung, die über den Jazz-Tellerrand blickt und mit abwechslungsreichen Programm für Begeisterung sorgte. Zwei heiße Tage Heiß war es, nicht nur wegen sommerlicher Temperaturen, sondern …

„Viel Spaß Viel Spaß“: Web Web in der Unterfahrt

(Von Claus Lochbihler) Mit augenzwinkernden Ansagen, einem neuen Album und einer neuen Bassistin präsentieren „Web Web“ in der ausverkauften Unterfahrt ihre ganz eigene Mischung aus Spiritual Jazz, „Passport“-Covern und Ethno-Anklängen. Roberto Di Gioia und seine Mitstreiter entwickeln dabei einen Sog, der Musiker und Publikum gleichermaßen erfasst – bis am Ende sogar ein Jazzprofessor aus Georgia für die Zugabe auf die Bühne kommt. „Web Web: Kover Kover, Ihr versteht?“, fragt Roberto Di Gioia augenzwinkernd, als er dem Unterfahrt-Publikum die Band und das neue Album vorstellt. Und dabei verdoppelt er ihre Vornamen dadaistisch: Tony-Tony Lakatos am Tenorsaxophon und der Querflöte, Peter-Peter Gall am Schlagzeug; und – als Neuzugang für Christian von Kaphengst – Franzi-Franzi Aller am E- und am Kontrabass. Blindes Vertrauen Zu jedem Bandmitglied erzählt Roberto-Roberto kurz, was ihn mit den Bandmitgliedern verbindet: Bei Lakatos, der in seine Soli Repeat-Licks so virtuos einbaut, als ob er den Bandnamen auch musikalisch begründen möchte, sind es 40 Jahre gemeinsames Musizieren. Bei Gall habe er, Roberto Di Gioia, beim ersten gemeinsamen Konzert schon nach vier Takten gewusst: „Mit dem willst du in einer Band spielen.“ Und bei Franzi Aller – …

Abdullah Ibrahim: Melodien-Magier und Freiheitskämpfer – ein Nachruf

(Von Oliver Hochkeppel) Wer einmal in einem Konzert von Abdullah Ibrahim war, weiß um die besondere Stimmung, die dort immer herrschte. Eine ganz eigene Art der Ergriffenheit, ein spirituelles Beben durchzog die Säle. Was da passierte, hat Ibrahim einmal selbst sehr schön beschrieben, aus der Musikersicht: „Das Universum fließt dann durch einen. Tiere spüren lange vorher, dass ein Erdbeben kommt. Wir haben diese Gabe längst verloren, aber die Musik gibt sie uns hin und wieder zurück.“ Ibrahim gehörte nie zu den großen Virtuosen unter den Jazzpianisten. Er schuf seine Magie mit anderen, ganz einfachen Mitteln. Ein typisches Beispiel dafür ist das Stück „Maraba Blue“. Ganz leise, langsam, aus dem Nichts kommend spielt das Klavier ein paar Töne, die einen Rhythmus vorgeben. Ebenso sacht legt sich dann eine einfache Melodie darüber – auch nur mit ein paar Akkorden, die dann umspielt werden. Wie bei den meisten seiner Stücke mischt sich eine leise Melancholie mit einer warmen, optimistischen Grundstimmung. Das ist es, was seine Musik so berührend machte. Zwischen Perkussion, Kapstadt und Schweiz Vereinten haben sich darin die kulturellen Erfahrungen wie die musikalischen Welten, in denen Ibrahim …

Zehn Jahre Shake Stew

Shake Stew reißt beim Jubiläumskonzert zum Zehnjährigen im Hof des Regensburger Thon Dittmer Palais  das Publikum zu Begeisterungstürmen hin. Gegen Ende des eher kurzen, musikalisch überaus üppigen Auftritts von Shake Stew ist es bei leichtem Niesel doch spürbar klamm geworden. Dabei hat sich „Österreichs  Jazzband der Stunde“, wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ das Septett um Bandleader Lukas Kranzelbinder schon früh hervorhob, mächtig ins Zeug gelegt, um dem Publikum ordentlich einzuheizen. Das gelang ihr auch vom Fleck weg mit einem Medley älterer Stücke. Damit zeichnete die Band schon einen riesigen Bogen, den sie von der Noise Music der späten 90er Jahre übers südliche und nördliche Afrika bis in die aktuelle Londoner Subkultur durchwanderte. Wobei der brachiale Lärm des Noise nur ein entferntes Echo im Übergang von einem zum nächsten Stück blieb. Im flächigen Sound zweier Bassgitarren türmten sich wabernde Klangwände im eher geruhsamen Arkadenhof des Thon-Dittmer-Palais` auf, die alles mit sich rissen, was auf entspannter und lässiger Feelgood-Atmosphäre eingestellt war. In Stimmung gebracht worden waren die Zuhörenden schon zuvor vom Jazzorchester des Von-Müller-Gymnasiums. Unter der anfeuernden Leitung von Sebastian Glas und Jazzclub-Beirat Michael Straube, der seit diesem …

Die „Aufmessers Schneide“-Radiowoche vom 15.06.26 bis 21.06.26

Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 15.06.26 bis zum 21.06.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.

Der Bayerische Festivalsommer in München, Augsburg und Unterföhring

Summernights = Festivalzeit! Egal ob Open Air, neu erschlossenen Locations, im Club, Festsaal oder Bürgerhaus, ab Juni starten in München und Umgebung wieder Jazzfestivals mit sensationellen Acts, guter Laune und beachtenswertem Engagement für die Mission Jazz. Das 1. Muniq Jazz Festival vom 19. Juni bis 20. Juni Dieses Jahr startet die Saison im Münchner Kreativquartier bereits im Juni, erstmals mit dem MUNIQ JAZZ FESTIVAL für Jazz und improvisierte Musik. Veranstaltet und kuratiert vom niq kollektiv – einem Zusammenschluss junger Musiker:innen der Münchner Szene – versteht sich das Festival als Plattform für Begegnung, Austausch und künstlerische Experimentierfreude. Im Zentrum stehen zwei Carte-Blanche-Formate: Die Leipziger Schlagzeugerin Eva Klesse und der Münchner Posaunist Moritz Renner entwickeln jeweils neue Ensembles mit Musiker:innen. Eva Klesse wird mit einer Besetzung aus der Münchner Szene arbeiten, Moritz Renner stellt sich hingegen eine nicht aus München stammende Band zusammen. So entstehen neue Konstellationen zwischen lokaler und überregionaler Szene mit zuvor nie da gewesener Musik. Neben den Carte Blanches spannt das Festivalprogramm einen Bogen von international gefeierten Acts wie der Band Fazer über Sweetlife und das Quartett der aufstrebenden österreichischen Saxophonistin Yvonne Moriel. Die …

Das 7. „Look Into The Future“-Festival in Burghausen vereinte wieder wegweisende Künstler aller Genres

 Ungewisser Blick in die Zukunft – Spannende Grenzgänge „Music On The Edge“ war das Motto des 7. „Look Into The Future“-Festivals in Burghausen. Es hätte auch schon auf alle früheren Ausgaben gepasst. Kein reines Jazz-Festival ist das, obwohl traditionell viele Künstler dem Genre zuzurechnen sind, nicht einmal ein reines Musikfestival. Hier wird das präsentiert, was interdisziplinär und über Genregrenzen hinaus gedacht ist, sozusagen in die Zukunft der Kultur allgemein. Dafür stehen schon seine Macher: Die Brüder Cornelius Claudio und Johannes Tonio Kreusch haben ihre so unterschiedlichen Karrieren als Jazzpianist und klassischer Gitarrist schon seit Langem in vielen Projekten als Künstler wie als Veranstalter zusammengeführt – mitunter auch inspiriert und unterstützt von ihrer Schwester Carolina Camilla Kreusch, einer renommierten bildenden Künstlerin und Kunstprofessorin. So bemühte fast jede Veranstaltung den kreativen Austausch unterschiedlicher Künste und Künstler, mit dementsprechend vielen Uraufführungen oder einmaligen Vorstellungen. Gleichzeitig beschäftigte sich „Look Into The Future“ stärker als andere Festivals mit Raum und Zeit als Vorgaben künstlerischen Schaffens. Das Kloster Raitenhaslach als „Festivalzentrale“ ist ein ebenso außergewöhnlicher Spielort wie das Ankerkino, die Studienkirche oder der Stadtsaal. In ihnen verbinden sich die Ästhetik des …

Die „LGBTQAI+“-Radiowoche vom 25.05.26 bis 31.05.26

Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 01.06.26 bis zum 07.06.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.

Das 55. moers festival zwischen Märchen, Neuer Musik und urbaner Öffnung

(Von Stefan Pieper) Die 55. Ausgabe des moers festivals hat zu Pfingsten alles wieder auf Anfang gestellt. Nach einem Jahrzehnt in der Festivalhalle am Stadtrand ist das Festival zurück in die Innenstadt gekehrt: fünf Tage statt vier, eine große Freiluftbühne am Kastellplatz, dazu Kirchen, Clubs und zahlreiche weitere Spielorte drinnen wie draußen für circa 100 Konzerte insgesamt. Und drumherum Menschen aller Altersgruppen, die reichlich kamen – mit noch mehr kontroversen Meinungen und Empfindungen zum neuen Konzept. Am Ende soll das Monster sterben. Teil drei von Gellért Szabós „Der moderne Mensch und der heilige Berg“ steuert auf der Open-Air-Bühne auf einen verstörenden Höhepunkt zu. Szabó selbst tobt, fuchtelt, treibt – und das hat etwas zutiefst Furchteinflößendes, umso mehr, als sein Leipziger „Ideal Orchestra“ dieser Raserei eine geradezu unheimliche Präzision entgegensetzt. Ein bizarres Hochamt aus Klangmassen und schauspielerischer Eruption, das zwei Tage zuvor in St. Josef noch auf ganz anderer spiritueller Wellenlänge funkte, als schließlich ein Bach-Choral spirituelle Erlösung spendete. Erst durch Gleichgültigkeit werden die bösen Wölfe groß Erlöst werden soll das Publikum in Moers von jenem Donald Trump, der in den Videoeinspielungen des STM-Schauspielers Matthias Hesse …

Fuchsthone Orchestra feat. Evi Filippou: Peaks & Plots

(Von Robert Fischer) Neue Frauen braucht das Land? Wohl kaum, denkt man an all die großartigen Musikerinnen, die aktuell auch als Leaderin eigener Formationen für frischen Wind in der Szene  sorgen. Die in München geborene, in Köln lebende Saxofonistin, Bassklarinettistin, Komponistin und Bandleaderin Christina Fuchs gehört schon ein bisschen länger dazu, ebenso die Kölner Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin Caroline Thon. Beide haben viel Erfahrung in der Leitung großer Ensembles – Christina Fuchs gründete 1992 mit Hazel Leach das „United Women’s Orchestra“, Caroline Thon 2011 das Thoneline Orchestra. Seit 2019 gibt es das von beiden gemeinsam geleitete 22-köpfige Fuchsthone Orchestra, dessen 2023 erschienenes Debütalbum, „Structures & Beauty“, bereits erkennen ließ, was spätestens jetzt, mit dem zweiten Album „Peaks & Plots“, zur Gewissheit wird: Das Fuchsthone Orchestra gehört zu den faszinierendsten Jazzensembles unserer Zeit. Was neben der Qualitität der komplex arrangierten Kompositionen, die für jedes Programm zu gleichen Teilen von Christina Fuchs und Caroline Thon beigesteuert werden, sicher auch an den großartigen Musikerinnen und Musikern dieses inzwischen in vielen Live-Auftritten immer mehr zusammengewachsenen Orchesters liegt. Virtuose Spielfreude Eine besonders glückliche Entscheidung war es, für das zweite Album …

+++ r.i.p. +++ Sonny Rollins +++ Gunter Hampel +++

+++ Sonny Rollins im Alter von 95 Jahren verstorben +++ Der legendäre Jazz-Saxophonist und Komponist Sonny Rollins ist tot. Der US-Musiker starb im Alter von 95 Jahren in seinem Zuhause in Woodstock im Bundesstaat New York. Das teilte seine Familie auf der offiziellen Facebook-Seite des Künstlers mit. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht veröffentlicht. „Wenn das Leben eines kreativen Menschen endet, setzt es sich in der nächsten Existenz fort“, zitierte Rollins’ langjährige Agentin Terri Hinte den Musiker in einer Mitteilung, die von mehreren US-Medien verbreitet wurde. „Ich gehöre zu den Menschen, die glauben, dass dieses Leben nicht alles bedeutet.“ Mit Sonny Rollins verliert die Musikwelt eine ihrer prägendsten Figuren des modernen Jazz. Der 1930 im New Yorker Stadtteil Harlem geborene Musiker galt über Jahrzehnte hinweg als einer der bedeutendsten Tenorsaxophonisten der Jazzgeschichte. Sein Spiel zeichnete sich durch einen kraftvollen, rauen und zugleich hochgradig nuancierten Ton aus. In der Szene wurde Rollins oft als „Saxophone Colossus“ bezeichnet – nach seinem wegweisenden Album aus dem Jahr 1956. Im Laufe seiner außergewöhnlichen Karriere arbeitete Rollins mit nahezu allen Größen des Jazz zusammen, darunter Charlie Parker, Thelonious Monk, Miles …

Die „LGBTQAI+“-Radiowoche vom 25.05.26 bis 31.05.26

Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 25.05.26 bis zum 31.05.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.

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