Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 02.11.26 bis zum 08.11.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
Michael Wollnys klangvoller Streifzug: „eine winterreise“ Im Frühjahr dieses Jahres begab sich Pianist Michael Wollny für sein neues Projekt „eine winterreise“ auf Anraten von ACT-Labelchef Andreas Brandis nach Neumarkt in der Oberpfalz. Im dortigen Reitstadel konnte Wollny seinen Ideen, inspiriert durch diesen akustisch einzigartigen Raum mit seiner kristallinen Klarheit und dem herrlichen Steinway-Flügel, freien Lauf lassen. Diese legendäre Location aus dem 16. Jahrhundert genießt allein durch ihre musikalische Historie Kultcharakter. Unzählige stilprägende Klavieraufnahmen sind hier entstanden – und mit Wollnys „eine winterreise“ kommt nun ein weiterer Klassiker hinzu. Die Intention, sich dieses Zyklus‘ anzunehmen, liegt in der Sache selbst. Wie bei Schuberts „Winterreise“ ist auch Wollnys Solo-Reise eine Sammlung von Charakterstücken, die am Ende ein großes Ganzes ergeben – allerdings auf eine Art, wie nur Michael Wollny es zu inszenieren vermag. Anklänge an Originalthemen klingen im ersten Moment vertraut, bis sich neue musikalische Horizonte eröffnen, die nach fundierten Ausflügen wieder zum Thema zurückkehren. Wollny verwebt dabei versteckte Fragmente aus Songs von Björk, Kate Bush oder auch Louis Cole. Dies ergibt für sich genommen eine ganz eigene Dramaturgie der Stimmungen, welche die Szenenfolge der Stücke bestimmt. …
Müde Helden Der britische Schriftsteller Nick Hornby berichtet in seinem Buch „31 Songs“, wie er im Jahr 1975 die damals schwer angesagte Rockband Led Zeppelin in einem Konzert im Londoner Earls Court hörte. Während einer der zahlreichen Instrumentalsoli sei er mal eben rausgegangen, die Earls Court Road hinunter, habe ein Pint Bier getrunken und eine Partie Poolbillard gespielt – doch als er zurückkam, sei das Solo noch immer nicht zu Ende gewesen. Ganz so schlimm war es bei der Jan Garbarek Group in der Münchner Isarphilharmonie nicht. Aber fast. Oder genauer: anders. Denn während die von Nick Hornby geschmähten, in Wahrheit für ihre Zeit und ihr Genre ungewöhnlich innovativen Soli der Musiker von Led Zeppelin oft den (von Hornby also bei einem Pint Bier verpassten) Höhepunkt ihrer Shows markierten, haben die der Jan Garbarek Group nur eines mit den britischen Luftschiffern der Siebzigerjahre gemein: Sie sind (nicht manchmal, sondern leider immer) zu lang. Was schade ist, denn sie könn(t)en das ja auch anders (besser). We always solo and we never solo Möglich, dass die Jan Garbarek Group an diesem Montag, den 26.10.2026, in der Münchner …
Jazz für die Ewigkeit Das Herz der Basler Sängerin Miriam Klein, die mit Jazzgrößen wie Dexter Gordon, Roy Eldridge, Mal Waldron, Slide Hampton, Kenny Clarke, Billy Cobham, George Mraz und Sir Roland Hanna zusammenarbeitete, hat am 02. Oktober 2026 im Alter von 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Basel, im Kreise ihrer geliebten und liebenden Familie, aufgehört zu schlagen. Miriam Klein ist in der Jazzgeschichte eine absolute Ausnahmeerscheinung. Keine andere europäische Sängerin arbeitete in vergleichbarem Umfang mit den Größen des amerikanischen Jazz zusammen und fand international eine ähnliche Anerkennung. In einer sowohl künstlerisch als auch geschäftlich von Männern dominierten Industrie behauptete sie sich ohne professionelle Vertretung als eigenständige Musikerin und Unternehmerin in eigener Sache. Gleichzeitig zog sie vier Kinder groß, für die sie über weite Strecken allein verantwortlich war. Ohne Management, ohne Konzertagentur – von Computer, Internet und iPhone ganz zu schweigen – gelang es ihr, eine internationale Karriere aufzubauen. Ihre Engagements organisierte sie am Esszimmertisch des Einfamilienhauses der Familie am Basler Sonnenweg. Sie verhandelte mit Veranstaltern, buchte ihre Konzerte und kümmerte sich um sämtliche organisatorischen Belange ihrer Karriere. Damit vollbrachte sie nicht nur künstlerisch, sondern …
Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 26.10.26 bis zum 01.11.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
Obrigado – ihr seid unglaublich! Jazz, Naturklänge und brasilianische Regenwaldstimmung im Leeren Beutel Beim Anblick des Amaro Freitas Trio, das durch den Mittelgang im Leeren Beutel Regensburg die Bühne enterte, konnte man auf die Idee kommen, ein Konzert mit wenig Abstufungen und Nuancen stünde bevor. Zwei der Musiker, Bassmann Sidiel Vieira und Rodrigo Braz am Schlagzeug waren ganz in weiß gewandet, lediglich Namensgeber Freitas am Flügel trat in schwarz auf, dem internationalen Bekleidungscode der Kunstszene. Nach dem ersten langen Stück, das vor Energie, Tempo und Abwechslung barst, war diese einschränkende Vorstellung komplett pulverisiert. Was der Pianist aus dem nordöstlichen Brasilien in diese Komposition alles hineingepackt hat, würde bei manchen anderen Musikern für ein ganzes Album oder mehr reichen. Es fanden sich darin brachiale freie Passagen, die in der Form, weniger in der Kompromisslosigkeit und Härte an Cecil Taylor erinnerten. Genauso gut schien der 35-jährige Tastenzauberer auch den üppigen Stil eines McCoy Tyner, wie becircende Minimalisten und moderne Romantiker des Klaviers zu kennen. Abrupt wechselte er vom wilden funkensprühenden Ritt in eine fast süßliche Melodie, die mit rhythmischer Raffinesse von seinen Mitmusikern gebrochen wurde. Dann nahm …
+++Jam-Session, Gedenken und Weltklasse-Jazz in Hürth+++ Der November 2026 wird beim Jazzclub Hürth abwechslungsreich. Mit einer offenen Jam-Session, einem Konzert mit dem international gefeierten Gitarristen Joscho Stephan und dem Jerry Lu Trio, einer Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht und einer hochkarätigen Albumpräsentation zeigt der Verein sein vielfältiges kulturelles Engagement. Dabei geht es nicht allein um Unterhaltung, sondern auch um Begegnung, Nachwuchsförderung und gesellschaftliche Verantwortung. Am Dienstag, 3. November um 19 Uhr, startet das Programm mit der offenen Jam-Session im Jazzkeller Hürth-Gleuel. Den Auftakt gestaltet das fünfköpfige Wesselswerth Quintett mit dem Lebenswerk von Jazztrompeter Quincy Jones, einem der einflussreichsten Musiker, Arrangeure und Produzenten des 20. Jahrhunderts. Anschließend gehört die Bühne allen, die Lust haben, selbst Musik zu machen. Am Mittwoch, 4. November um 20 Uhr, folgt ein musikalischer Höhepunkt. Das Jerry Lu Trio empfängt mit Joscho Stephan einen der international herausragenden Gitarristen des modernen Gypsy-Swing. Die drei Musiker verbinden die Tradition des klassischen Swing und Bebop mit modernen Einflüssen und einer gehörigen Portion Spielfreude. Eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht von 1938 findet am Montag, 9. November um 19 Uhr in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums findet statt. Mit Klezmermusik …
Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 19.10.26 bis zum 25.10.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
+++Jazzkonzert mit Stephan Weiser+++ Am Freitag, den 23. Oktober um 19:30 Uhr spielt der Münchner Jazzpianist Stephan Weiser ein Solo-Piano-Konzert bei Piano Metz by DAUM in Regensburg. Weiser – seines Zeichens klassisch ausgebildet am Salzburger Mozarteum und später im Jazzpiano bei Prof. Leonid Chizhik an der Hochschule für Musik und Theater München – öffnet in seinem improvisierten Konzertprogramm „Spirits“ musikalische Räume in einem Spannungsfeld aus erzählerischer und expressiv-anmutiger Musik. Inspiriert durch den Moment entsteht ein Konzert, das mit der ganzen Farbpalette spielt und das Publikum am Schaffensprozess teilhaben lässt. Darüber hinaus ist er als Dozent für Piano an der Neuen Jazzschool München aktiv. Seine Musik zeichnet sich durch eine feine Balance aus Improvisation, melodischer Tiefe und stilistischer Offenheit aus – und immer wieder aufs Neue durch die Lust am Reflektieren und die Freude am Experimentieren. Mehr Infos unter: www.pianometz.com Beitragsbild: Stephan Weiser, Foto: Markus Wagner +++Deutscher Jazzpreis kommt 2027 nach Leipzig+++ Der Deutsche Jazzpreis wird am 2. Juni 2027 im Schauspiel Leipzig zum siebten Mal verliehen. Damit kommt die Auszeichnung für die vielfältige Jazzszene in Deutschland erstmals nach Leipzig. Die Bewerbungsphase für den Deutschen Jazzpreis …
Nabburger Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei hat bereits ein halbes Dutzend Alben veröffentlicht Nabburg/Nürnberg. Die Liste mit Musiker:innen ist lang, mit denen Jonas Sorgenfrei zusammengespielt hat. Etwas kürzer eine weitere mit Auszeichnungen und Preisen des gebürtigen Nabburgers. Noch etwas kürzer eine Aufzählung seiner Veröffentlichungen. Hält man sich dann allerdings vor Augen, dass ein junger Schlagzeuger mit gerade 33 Jahren bereits auf ein halbes Dutzend Alben blicken kann, ist das eine ganze Menge. Sein jüngstes Album, mit „Quintet Live“ betitelt, ist erstmals im letzten Herbst als rein digitales Produkt veröffentlicht worden. Weil es in diesem Jahr für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Rundfunkproduktion des Jahres“ nominiert worden war, ist Sorgenfrei noch einmal rangegangen und hat das Album in einer kleinen, limitierten Auflage als CD-Edition pressen lassen. Produziert hat es der Bayerische Rundfunk mit einer kleinen Anzahl von Zuhörenden im Münchener Studio. Sie geben der Liveaufnahme den Charme und die Vitalität eines intimen Clubkonzerts. „Quintet Live“ beschränkt sich auf vier Stücke, allesamt aus Vorgängeralben, die für diese Besetzung neu arrangiert wurden. „Life upon a dying star“, ein melancholisch-anrührendes Stück über das Leben auf einem sterbenden Stern, ist der …
+++MMi Festival für freie improvisierte Musik+++ Am 21. und 22. November findet in München das MMi Festival für freie improvisierte Musik statt. Bei den Konzerten treffen 19 Künstler:innen aufeinander, die in diesen Konstellationen noch nie miteinander gespielt haben. Darunter sind im neuen Line-Up Barry Guy, John Edwards, Joëlle Léandre, Ute Wassermann, Agustí Fernández, Jordina Millà, Vasco Trilla, Don Malfon, Barbara Togander, sowie aufstrebende jüngere Musiker:innen. In diesem Rahmen finden im Einstein Kultur an beiden Festivaltagen jeweils vier rund 45- bis 60-minütige Konzerte statt: zwei am Nachmittag und zwei am Abend. Dazwischen haben die Zuschauer:innen die Möglichkeit, im Einstein Kultur gemeinsam mit den Künstler:innen zu Abend zu essen: Das Publikum erlebt sie nicht nur auf der Bühne, sondern kann sie persönlich kennenlernen. Im Kern geht es bei MMi um Verbindung: zwischen Musiker:innen, Publikum und Kulturen. Als reisendes Projekt baut es Brücken zwischen lokalen Szenen und internationalen Künstler:innen. Auf der Bühne treffen in fast allen Fällen zwei bis vier Musiker:innen aufeinander, die in dieser Konstellation noch nie miteinander gespielt haben – und lassen den Moment entscheiden: ohne Absprachen, ohne feste Rollen, nur mit offenen Ohren, geschärften musikalischen …
Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 12.10.26 bis zum 18.10.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
Bereits zum elften Mal verleihen die BMW Group und die Landeshauptstadt München gemeinsam den renommierten BMW Young Artist Jazz Award. Ehemalige Preisträger und Preisträgerinnen wie Roman Sladek, Philipp Schiepek oder Shuteen Erdenebaatar zeigen beispielhaft, dass die Auszeichnung für junge Talente oft das Sprungbrett in die professionelle Jazzszene ist. Die diesjährigen Auszeichnungen gehen an die Bassistin Ida Koch, den Saxophonisten Edi May und die Sängerin Fernanda von Sachsen. Zusätzlich zu einem Preisgeld sichern sich die ausgezeichneten Musiker eine exklusive Bühne: Sie dürfen sich im bekannten Münchner Jazzclub Unterfahrt mit ihren Bands und Projekten live präsentieren. In den ersten beiden Oktoberwochen fanden die mit Spannung erwarteten Konzerte der Preisträgerinnen und Preisträger statt. So unterschiedlich die Darbietungen auf musikalisch höchstem Niveau auch waren, eines hatten alle Abende gemeinsam: Der Münchner Jazzclub Unterfahrt war an allen drei Terminen fast restlos ausgebucht. Die hoch inspirierten Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum. Edi May überzeugte mit seinem international besetzten Chordless Quartett auf ganzer Linie, begleitet von Dave Sear an der Posaune, Josh Vadiveloo am Bass und Nathan Carruthers am Schlagzeug. Ida Koch spielte gemeinsam mit Elias Prinz und Rémi Oswald an …
Seit 1984 sind die Ingolstädter Jazztage eine feste Institution in der Region. Bei allem Erfolg der vergangenen Jahre ist das keine Selbstverständlichkeit. Nach der der letzten Ausgabe stellte sich die Frage: Was will man mehr? Die Antwort war einfach: dass es weitergeht! Und die gute Nachricht lautet: Es geht dieses Jahr weiter – mit einem herausragenden Programm und vielen Highlights. Der künstlerische Leiter Wolfgang Haffner und sein Team haben wieder, mit viel Herzblut und großem Engagement, geplant und organisiert. Für die diesjährigen Ingolstädter Jazztage lösen sie ein großes Jazzversprechen ein: es wird erneut spektakulär! Der Auftakt: Glamour meets Nachwuchs Vom 7. bis zum 14. November steht Ingolstadt ganz im Zeichen des Jazz. Das „Grand Opening“ am 7. November findet zum dritten Mal im Festsaal des Stadttheaters statt. Die Moderatoren Sebastian Reier aka Booty Carrell und Fadime Gültekin führen durch den Abend, dessen Herzstück die Stromlos Jugend Bigband unter der Leitung von Robert Aichner bildet. Neben packenden Impulsen aus dem Bereich „Community Music“ erwartet das Publikum der feierliche Höhepunkt des Abends: die Verleihung des Jazzförderpreises. Jazz in der Kirche & die Grand Concerts Am Sonntag, dem …
Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 05.10.26 bis zum 11.10.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
Face To Face – Soul To Soul ist Ssirus W. Pakzads erste Einzelausstellung seit 2010. Nachdem sie zuerst im Rahmen des 67. Ljubljana Jazzfestivals im „Cancarjev dom“ gezeigt wurde, ist sie nun vom 4. Oktober bis 12. Dezember in der Münchner Unterfahrt zu sehen. Jüngere Farbfotos von Odean Pope, Melissa Aldana, Patricia Brennan, Jamaaladeen Tacuma, Adam O´Farrill, Guillaume Perret oder Mark Shim machen gut die Hälfte der Exponate aus. Die andere besteht aus Schwarzweiß-Aufnahmen, die bis ins Jahr 1990 zurückreichen – von Größen wie Roy Hargrove, Ornette Coleman, Erykah Badu, Al Green, Anita Baker, Macy Gray, Ravi Coltrane, Don Cherry, Joe Zawinul oder Dee Dee Bridgewater. Einige dieser intimen close up-Portraits gelten heute als junge Klassiker der Jazz-Fotografie. Kuratiert wurde die Ausstellung vom slowenischen Fotografen und Filmemacher Žiga Koritnik. Ssirus W. Pakzad (* 1961) arbeitet seit Mitte der 80er Jahre als Autor, Fotograf, Moderator (Bayerischer Rundfunk, SWR Kultur) und Musik-Journalist mit Schwerpunkt Jazz. Seine Bilder finden sich auf über hundert Album- und mehreren Dutzend Buch-Covers und waren bislang in elf Einzel- und vier Gruppenausstellungen in Europa zu sehen.
„Das ist die Art Musik, die Gott hören würde!“ Ein Eintrag unter einer Aufnahme von „Naima“, die John Coltrane mit seinem Quartett 1965 bei einem belgischen Festival eingespielt hat, erinnert an die fast mythische Verehrung, die der amerikanische Musiker manchmal bis heute genießt. Der zwei Jahre später verstorbene Saxophonist hatte diese Komposition seiner ersten Frau Juanita „Naima“ Coltrane gewidmet. Mit dieser hingebungsvoll interpretierten Ballade eröffnete ein Quartett um Uwe Steinmetz das Konzert „Coltrane 100 – A Love Supreme“ beim Jazzclub im Leeren Beutel Regensburg – und traf das Publikum gleich mitten ins Herz. Ungewöhnliches Format Die gut besuchte Veranstaltung zum 100. Geburtstags eines der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts hatte ein ungewöhnliches Format. Statt einfach bekannte Stücken zu spielen, hatte Steinmetz die Journalisten Roland Spiegel vom BR und den Autor dieses Beitrags eingeladen. In Gesprächsrunden zur Person und zu Wechselwirkungen von Jazz, Spiritualität und Demokratie gingen sie der Wirkung des großen Musikers auf Jazz und Popkultur nach. Es gibt um den inneren und äußeren Nachklang, den dieser große Musiker bis heute hat. Für Spiegel, der beim Bayerischen Rundfunk tausende von Jazzsendungen moderiert hat, ist „Coltrane …
Jazz im Radio – Jeden Sonntag gibt es um 12 Uhr unsere Übersicht für die jeweils nachfolgende Woche. Die #Jazz-Radiowoche vom 28.09.26 bis zum 04.10.26. Auch als PDF zum Download – #Jazz #JazzZeitung #Radio #Radiowoche – Ein Service unserer Online-Redaktion.
Matthias Creutziger: „Jazz und andere Welten.“ Eine Fotoausstellung in der Schlossgalerie Wildenfels Anlässlich des bevorstehen 75igsten Geburtstages des Fotografen Matthias Creutziger lädt ihn sein Geburtsort Härtensdorf/Wildenfels am Samstag, den 26. September 2026, 17 Uhr, zu einer Ausstellung ein. Die Ausstellungseröffnung findet im klassizistischen Schlosssaal der Schlossgalerie Wildenfels statt. Begrüßung: Tino Kögler | Bürgermeister Stadt Wildenfels Laudatio: Gerd Püschel | Schriftsteller Grußwort: Dr. Agnes Matthias | Deutsche Fotothek Musik: Günter Baby Sommer Matthias Creutziger gehört zu den profiliertesten Musikfotografen unserer Zeit. Doch sein Werk weist weit darüber hinaus. Die Retrospektive anlässlich seines 75. Geburtstags zeigt neben Jazz und Klassik auch jene anderen Welten, die er fotografisch entdeckte: auf Reisen oder in der Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Matthias Creutziger, geboren 1951 in Härtensdorf, als Autodidakt, der schnell eine eigene Handschrift entwickelte. Er begleitete und prägte mit seinen Aufnahmen die lebendige und international vernetzte Free Jazz-Szene nicht nur in Dresden, sondern dokumentierte auch die Festivals in Ostberlin, Prag oder Warschau. In der Bundesrepublik, in die er 1988 übersiedelte, setzte er sein Engagement für den Jazz fort, um nach der Wende auch in Österreich und in der Schweiz die …
(Von Kat Pfeiffer) Eine Reise in die Siebzigerjahre, nach New York und London, zu zwei afro-karibisch verwurzelten Realitäten. Beide verbinden kulturell und musikalisch mehrere Generationen, unterschiedliche Hautfarben und bleiben aktuell. Cymande Als ich die Halle Grande der La Villette betrete, laufe ich direkt auf die am Tisch sitzende Musikgeschichte zu: Bassist Steve Scipio, Vokalist Ray Simpson und Gitarrist Patrick Patterson erzählen im Interview für das französische Radio von ihrer 60-jährigen Freundschaft, den Anfängen von Cymande, als sie in London nah beieinander gewohnt haben, und warum auf dem Plattencover ihres ersten Albums Cymande (1972) eine Taube zu sehen ist. Mein Herz schlägt schneller, als ich die halb-analog ausgerichtete Street-Kamera aus der Tasche nehme. Schaffe ich es jetzt, scharf zu stellen? Cymande spielt zuerst. Den Dreier-Original-Stamm der Band ergänzen Tony Kofi (aka Denis Cofie) – Soprano- und Altsaxophon, Kevin Davy – Trompete, Denys Baptiste – Tenorsaxophon und Flöte. Die Bläser ziehen das Ganze schon am Anfang in Sweeden richtig stark funky nach vorne. Donovan Gervais spielt Keyboard, Richard Bailey Schlagzeug und Donald Gamble Percussion. Mit dem Get it Back drängt die Psychedelik der Siebziger in den Raum. …
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