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Regisseurin Nemirova fürchtet um Zukunft der Opernhäuser

Dresden - Die Opernregisseurin Vera Nemirova sieht die Zukunft der Opernhäuser nach Corona skeptisch. «Ich befürchte langfristige Auswirkungen der Pandemie auf den Opernbetrieb - vor allem finanzielle. Sie wird große Löcher in den Haushalt der Häuser reißen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Allein das Testen der Belegschaft koste auf Dauer unheimlich viel Geld. «Viel schlimmer ist aber, dass die Einnahmen aufgrund der geringen Zuschauerzahlen fehlen.» Viele Leute hätten in der Pandemie Einsamkeit verspürt. «Es gibt neben der körperlichen Gesundheit auch eine emotionale», sagte die in Bulgarien geborene Regisseurin, die seit 1982 in Deutschland lebt. Menschen brauchten Kunst, die Künstler eine Bühne.

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Gitarrist und Komponist Christoph Neuhaus erhält den Jazzpreis

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Gitarrist und Komponist Christoph Neuhaus wird am Donnerstag (19.00 Uhr) in Stuttgarter mit dem Landesjazzpreis 2021 ausgezeichnet. Der 1986 geborene, gebürtige Stuttgarter erhielt seine Ausbildung unter anderem an Musikhochschulen in Mannheim, Amsterdam und Basel. Seit 2012 lebt und arbeitet er in seiner Heimatstadt.

«Christoph Neuhaus überzeugte die Jury sowohl durch sein handwerkliches Können auf der Gitarre als auch durch seine besondere kompositorische Kreativität und stilistische Offenheit», sagte der Vorsitzende der Jury, Thomas Siffling, anlässlich der Verkündung des Preisträgers im vergangenen März. Er sei genauso selbstverständlich im Jazz wie im Indie Pop, im Folk oder im Funk zu Hause.

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Tanztheater Wuppertal Pina Bausch bekommt neue Leitung

Wuppertal - Seit dem Tod von Pina Bausch gab es mehrere Wechsel in der Leitung des nach ihr benannten berühmten Wuppertaler Tanztheaters. Das aktuelle Führungsduo war in einer Krisensituation eingesprungen und hört Ende der Saison auf. Nun kommt eine neue Intendanz.

Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch bekommt eine neue Leitung. Am Donnerstag (17.00 Uhr) stellt der Aufsichtsrat der berühmten Compagnie die Personalie vor. Das Tanztheater ist ein Aushängeschild der Stadt: Die 35-köpfige Compagnie präsentiert die berühmten Arbeiten der 2009 gestorbenen Pina Bausch in aller Welt und natürlich am Stammsitz. Die Aufführungen in Wuppertal sind regelmäßig ausverkauft.

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Brief an Weil: Elf Hochschulen protestieren gegen Kürzungen

Göttingen- In einem offenen Brief haben elf Hochschulen gegen Sparmaßnahmen der Landesregierung in Hannover protestiert. «Gegen die Einschätzung, die Kürzungen müssten doch zu stemmen sein, legen wir, die Senate von elf niedersächsischen Hochschulen, entschieden Widerspruch ein», heißt es in dem Schreiben an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), das die Universität Göttingen am Mittwoch veröffentlichte.

Die Hochschulen verweisen darauf, dass andere Bundesländer «in ganz anderem Umfang in ihre Hochschulen» investieren. Daher werde das Land Niedersachsen nicht konkurrenzfähig sein. «Es wird immer schwieriger werden, die besten Köpfe für die Hochschulen dieses Landes zu gewinnen», heißt es weiter.

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Sächsischer Mozartpreis für ukrainisches Jugendorchester

Chemnitz - Der Sächsische Mozartpreis 2021 geht an das Jugendsymphonieorchester der Ukraine (YsOU) und seine Dirigentin Oksana Lyniv. Die Sächsische Mozart-Gesellschaft würdigt damit nach Angaben vom Mittwoch deren musikalische Arbeit und das Wirken für Wolfgang Amadé Mozart und seinen Sohn Franz Xaver Mozart, den vorbildlichen Einsatz für das Klassikfestival LvivMozArt, die internationale Ausstrahlung und den europäischen Dialog mittels der Kraft der Musik.

Das Ensemble ist beim festlichen Preisträgerkonzert aufgrund der Corona-Pandemie nur per Video-Liveschalte präsent. Der Mozartpreis wird seit 2002 zum Sächsischen Mozartfest vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Tenor Peter Schreier (1935-2019), Pianist Peter Rösel, Cembalistin Christine Schornsheim, Geigerin Midori Seiler und das Ensemble Tonkunst.

 

aus der Pressemeldung des Sächsischen Mozartfestes:

Jugendsinfonieorchester als Chance

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Projekt des DMR: „Orgelmusik in Zeiten von Corona“

Im Herbst und Winter erklingt in ganz Deutschland in Kirchen und Konzerthäusern Orgelmusik. Ein Orgel-Projekt des DMR will Impulse für das Wiederaufleben des Musiklebens nach der Corona-Zeit geben und zugleich die Menschen angeregen, die Erfahrungen der Pandemie zu verarbeiten.

Verbunden durch Musik: Aufführungen der 17 Kompositionen des Projekts „Orgelmusik in Zeiten von Corona“ in ganz Deutschland gestartet
      

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Spannendes Laboratorium der Zukunft

Mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra präsentiert die Schweizer Reihe ihren jüngsten Coup

Das Lucerne Festival hat ein neues Spitzenorchester. Neben dem Lucerne Festival Orchestra (LFO) agiert nun auch das Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO). Es soll ein internationaler Leuchtturm in der Interpretation zeitgenössischer Musik werden. Ein ers­tes Gastspiel führte das LFCO bereits zum Musikfest Berlin. Jetzt mischt die Truppe auch in Donaueschingen mit. Doch wie war der Start am diesjährigen Lucerne Festival? Was steckt hinter dieser Initiative?

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Die „Königin der Koloratur“ – Edita Gruberová ist tot

Sie war die Meisterin des Belcanto, die Königin der Koloratur, die Primadonna assoluta. Die Sopranistin Edita Gruberová eroberte die Bühnen der Welt, mehr als 50 Jahre lang begeisterte sie ihr Publikum. Nun muss die Opernwelt einen schmerzlichen Verlust hinnehmen.

Wenn Edita Gruberová sang, konnte sie die Menschen verzaubern. Ein wunderbarer Sopran, mit dem sie sich zu höchstenTönen aufschwang, ausdrucksstark, gefühlvoll. Vor allem für ihre so mühelos wirkenden Koloraturen war die Opernsängerin berühmt.

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«Kein Schlussstrich»: NSU-Terror Thema einer bundesweiten Theater-Kampagne

Rostock - Unter dem Motto «Kein Schlussstrich» setzen sich Theater und kulturelle Institutionen aus 15 Städten vom 21. Oktober an mit dem Terror des NSU auseinander. Das Projekt wird bundesweit bis zum 7. November dauern. Dabei sollen vor allem die Perspektiven der Familien der Opfer und der Migranten-Communities in den Fokus gerückt werden.

Zu den Vorhaben, mit denen das Volkstheater in den Dialog mit den Rostockern kommen will, zählen unter anderem ein Spaziergang am Tatort des Mordes an Mehmet Turgut, der 2004 in Rostock-Toitenwinkel erschossen wurde. Im Stadtteilzentrum in Toitenwinkel spielt auch die Tanzcompagnie der Volkstheaters. Inhalt der Uraufführung von «Life Letter 2» sind Erzählungen von Migrantinnen. Die Mitteilungen der Frauen werden in Bewegung umgesetzt, sagte Dramaturg Arne Bloch. Es handele sich um einen Hybrid aus Tanz und Video.

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Sternstunde: Johann Christian Bachs „La clemenza di Scipione“ in Eisenach

Für die erste eigene Opernproduktion im Landestheater Eisenach muss man drei Initiatoren danken. Jens Neundorff von Enzberg, der neue Intendant des Staatstheaters Meiningen, hat mit dem schönen Bürgertheater in Rot und Weiß mehr vor als Gastspiele von Meininger Produktionen, wie sich das seit der letzten Renovierung vor zehn Jahren eingeschliffen hatte. Regisseur Dominik Wilgenbus brachte ihn auf der Suche nach mit der Region verbundenen Musiktheater-Werken auf Johann Christian Bach. Auch die bislang mit Alter Musik nicht sonderlich vertraute Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach machte einen exzellenten Job in „La clemenza di Scipione“. Das Premierenwochenende wurde zur Sternstunde und einem Fest der Stimmen.

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Noch unabgeschlossen – „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper Berlin

Berlins neue „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper beginnt mit verblüffender Erzählweise. Nachdem die Besucher*innen ihre Plätze erreicht und ihre Mund-Nasen-Schutz-Masken abgenommen haben, werden sie beim Öffnen des Vorhangs mit jenem Parkett- Foyer konfrontiert, das sie eben erst verlassen haben: unter der kinetischen Metallstruktur von George Bakers sind die Opernbesucher im Foyer zu einem lebenden Bild eingefroren, bis sie sich dann doch gemeinsam in exzentrischen Bewegungen ergehen – bis auf einen Herrn, der sich daran nicht beteiligt und der sich später als Hagen herausstellt.

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Greifbar naher Mythos von der Erschaffung der Neuen Musik: Die Donaueschinger Musiktage in ihrem 100. Jahr

Warum bei einer Rekordzahl von 24 Konzerten mit 27 Uraufführungen gefühlt so viel Adagios wie nie bei den Donaueschinger Musiktagen 2021 erklangen, kann nur vermutet werden. Es liegt durchaus nahe, den Grund dafür bei den psychokompositorischen Auswirkungen der Pandemie zu suchen.

Noch mehr Uraufführungen als je zuvor an nicht nur drei, sondern vier Tagen Festival belegen, dass der künstlerische Leiter Björn Gottstein in der letzten von ihm verantworteten Festivalausgabe keine Retrospektive des weltweit ältesten Uraufführungsfestivals im 100. Jahr seines Bestehens im Sinn hatte, sondern dem Markenkern der Donaueschinger Musiktage treu blieb, der aktuellen und neuesten Musik das nötige Podium zu bieten.

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Nach Regiewechsel: Gelungene Premiere von «Entführung aus dem Serail»

Hamburg - Innerhalb von zwei Wochen eine Oper zu inszenieren, ist nach Maßstäben des Musikbetriebs eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Doch an der Staatsoper Hamburg hat sich David Bösch dieser Aufgabe gestellt.

Anfang Oktober sprang er als Regisseur für den ursprünglich engagierten Paul-Georg Dittrich ein und entwickelte kurzfristig ein neues Konzept für Mozarts Oper «Die Entführung aus dem Serail», die am Sonntag Premiere hatte.

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Donaueschinger Musiktage 2021 – Sonntag

Die 100. Musiktage gehen nach 4 Tagen zu Ende. In der Bar "Twist" spielt die Pianistin Magda Mayas am präparierten Klavier nach grafischen Notationen von Hanno Leichtmann. Wir begleiten die Proben zum Abschlusskonzert im Mozartsaal mit Francesco Filideis "The Red Death" – einem Oratorium nach Edgar Allen Poe und zeigen Ausschnitte aus der Generalprobe für das Musiktheater "Alan T." von Pierre Jodlowski.

 

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Irrwitzige Erfurter Musikfolter: Philip Glass’ „In der Strafkolonie“ in der Studio.Box

Die an diesem Wochenende herausgekommenen Produktionen von Glass „In the Penal Colony“ in der Studio.Box des Theaters Erfurt und am Theater Augsburg sind pandemiebedingte Nachzügler einer Akkumulation der beeindruckenden Kafka-Oper von Philip Glass (seit Herbst 2019 in Hof, Ulm und Gera). Mila van Daags Raumbühne und Chanmin Chungs im Wortsinn bedrückende Leistung mit dem Streichquintett aus dem Philharmonischen Orchester Erfurt ergaben ein faszinierend kaltes bis grausames Ambiente.

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