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Weimar-verdächtige Männerfantasie: Ambroise Thomas’ „Mignon“ in Liège

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Vincent Boussard hat in Liége recht. Ambroise Thomas’ „Mignon“ harmoniert mit dem Geist der Goethezeit mindestens so stark wie mit französischer Oper des mittleren 19. Jahrhunderts. Die Opéra Royal de Wallonie machte es sich nicht einfach: Fast drei Stunden reine Spieldauer trotz Erstfassung mit umfangreichen Dialogen. Am Pult sorgte Frédéric Chaslin für die fulminante Feinmechanik zwischen Orchester und Bühne. Es gab drei phänomenale Besetzungen: Bravi für Stéphanie d’Oustrac (Mignon), Jodie Devos (Philine) und Philippe Talbot (Wilhelm Meister).

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Ed Sheeran gewinnt Prozess um Urheberrechte für «Shape of You»

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London - Der britische Sänger und Songwriter Ed Sheeran hat sich bei einem Urheberrechtsstreit um seinen Song «Shape of You» vor dem Londoner High Court durchgesetzt. Geklagt hatten zwei Künstler, die ihrer Meinung nach in dem Lied Teile ihres Songs wiedererkannten und an den Erlösen für den Sheeran-Song beteiligt werden wollten. «Shape of You» stürmte 2017 die Charts und belegte in Deutschland 15 Wochen lang Platz eins.

Der Richter entschied am Mittwoch jedoch, dass Sheeran «weder absichtlich und im Unterbewusstsein» eine Zeile des zwei Jahre vorher veröffentlichten Songs von Sami Chokri, der unter dem Namen Sami Switch auftritt, und Ross O'Donoghue abgeschrieben hatte.

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6.4.2022: Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

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Deutsches Chorfest in Leipzig mit rund 350 Chören +++ Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz präsentiert Programm - «Über Normalbetrieb hinaus» +++ Ausstellung im Deutschen Historischen Museum: Auch Richard Wagner war Kapitalist

Deutsches Chorfest in Leipzig mit rund 350 Chören

Leipzig (dpa) - Fans des Chorgesangs können sich Ende Mai in Leipzig auf 500 Konzerte auf mehr als 20 Bühnen freuen. Vom 26. bis 29. Mai steigt in der Messestadt das Deutsche Chorfest mit rund 350 Chören, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich der Kinder- und Jugendchöre.

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51. Internationale Jazzwoche Burghausen mit jungem Jazz und reichlich Popacts

JazzZeitung - aktuell -

Die Zitterpartie um die 51. Internationale Jazzwoche Burghausen ist erfolgreich ausgestanden. Nach zweijähriger Pause und dreifacher Planung – für März 2020 und zweimal für 2021 – konnte sie mit 31 Auftritten fast wie gewohnt über die Bühnen gehen. Rund 6.000 Besucher an den sechs Tagen zeigten, dass trotz oder vielleicht sogar wegen der Corona-Pandemie das Bedürfnis nach Live-Konzerten groß war. Der 1. Bürgermeister nannte das erste Festival deutlich zu optimistisch „perfekt. Wir machen einfach so weiter und sind stolz darauf, dass wir die Jazzwoche haben.“ Von Seiten der veranstaltenden IG Jazz hieß es, man sei in der Zwickmühle gewesen, kommerziell zugkräftige Namen zu finden, auf die man bei der Kalkulation angewiesen sei; mit der Gefahr von Enttäuschungen und Mogelpackungen andererseits. Und davon gab es in diesem Jahr einige. Von Leslie Mandokis Soulmates fehlten ohne Erklärung vier, darunter ausgerechnet Al Di Meola, Richard Bona und Till Brönner von der Jazzfraktion. Den guten Ruf als Jazzfestival gefährdeten, ohne neues, jüngeres Publikum anzuziehen, auch andere jazzferne Popacts wie Jungle by Night aus Holland und die Soulsängerin Joy Denalane. Dass deren Band wegen einer Covid-Erkrankung ausfiel, bescherte immerhin ein …

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Domorganist Albrecht Koch neuer Präsident des Sächsischen Kultursenats

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Dresden - Der Organist und Dirigent Albrecht Koch wird ab Oktober neuer Präsident des Sächsischen Kultursenats. «Kunst und Kultur können und müssen in dieser Lage Brücken bauen und Menschen verbinden», sagte der gebürtige Dresdner laut Mitteilung vom Dienstag zu seiner Wahl, die er als anspruchsvolle Aufgabe sieht.

Der Kultursenat solle dafür in den kommenden Jahren Impulse sowohl in die Gesellschaft als auch in Landesregierung und Landtag hinein geben.

Koch, 1976 geboren, zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der sächsischen Kirchenmusik. Er ist seit 2008 Domkantor und Domorganist in Freiberg (Mittelsachsen) und ein international geschätzter Künstler. Zudem ist er Präsident der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft und hat die Künstlerische Leitung der renommierten Silbermann-Tage und des Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerbs.

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Sachsen will Tourismus und Kultur mit Millionen fördern

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Dresden - Die sächsische Landesregierung will die coronabedingt schwer in Mitleidenschaft gezogene Kultur und den Tourismus mit Millionen fördern. 30 Millionen Euro sollen in ein Anschubprogramm für die sächsische Kultur fließen, wie Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts sagte.

Die Schließungen in der Corona-Pandemie seien für die Kulturbetriebe harte finanzielle Rückschläge gewesen, sagte Klepsch. «Gerade die Einnahmen in der Weihnachtszeit, die besuchsarme Sommermonate normalerweise kompensieren, sind weggefallen.»

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Ein Ereignis – und ein unterkomplexes Spektakel: York Höllers „Der Meister und Margarita“ in Köln

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30 Jahre ist es her, dass die Oper „Der Meister und Margarita“ von York Höller zum ersten Mal Premiere in der Heimatstadt des Kölner Komponisten gefeiert hat. Nun hat man sich den Stoff von Michail Bulgakow ein zweites Mal vorgenommen, um den 78-jährigen Höller zu ehren, aber auch weil das Werk an sich so komplex und tiefsinnig ist, dass es nicht verkehrt erscheint sich nochmal damit zu beschäftigen.

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Urteil statt Aufschrei – Offener Brief von Krenek-Spezialist*innen zu „Jonny spielt auf“ in München

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Die Inszenierung der Oper „Jonny spielt auf“ am Gärtnerplatztheater München hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen, bei der eine bestimmte Inszenierungsidee des Regisseurs Peter Lund im Fokus stand. Eine Gruppe von Krenek-Spezialist*innen hat sich nun mit einem offenen Brief an den Intendanten des Theaters, Josef Ernst Köpplinger, gewandt.

STELLUNGNAHME ZU „JONNY SPIELT AUF“ IN MÜNCHEN

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Bund steckt 32 Millionen in nationale Kultureinrichtungen

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Berlin - Für Sanierung und Modernisierung von gut 90 national bedeutsamen Kulturprojekten kommen in diesem Jahr 32 Millionen Euro vom Bund. Zu den geförderten Einrichtungen gehören nach Angaben vom Dienstag in Berlin etwa das Residenztheater München, die Hamburger Kunsthalle, die Wartburg in Eisenach, das Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig oder die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

«Kultur stiftet Identität und Zusammenhalt», sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth in einer Mitteilung. Dies gelte in Metropolen wie im ländlichen Raum, «wo die kulturelle Grundversorgung oftmals keine Selbstverständlichkeit ist». Zusammen mit den Ländern werde eine Vielzahl bedeutender Kultureinrichtungen bei Investitionen unterstützt, «damit sich auch in Zukunft ein breites Publikum für ihr vielfältiges Kulturangebot begeistern kann».

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Neue Funken in Köln

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Uraufführungen 2022/04

Am Anfang stand die Feststellung, dass es in Köln keine Struktur und Plattform für die Produktion und Präsentation von aktuellem Musiktheater jenseits von Oper gibt. Dabei war doch gerade die Rheinmetropole seit den 1960er-Jahren ein Zentrum neuer Entwicklungen auf diesem Feld gewesen: Hier entstanden das „totale Theater“ von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“, Karlheinz Stockhausens frühes Happening „Originale“ und spätere Heptalogie „Licht“ sowie Mauricio Kagels Konzept des „instrumentalen Musiktheaters“. Aus Kagels damals weithin einzigartiger Klasse für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule gingen María de Alvear, Carola Bauckholt und Manos Tsangaris hervor, die lange die Kölner Szene prägten, bevor die beiden letzten auf Professuren nach Dresden und Linz wechselten.

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„Abhängen mit der Queen!“ – Paulo Morello, Sven Faller und Mulo Francel veröffentlichen neues Album

JazzZeitung - aktuell -

Fluch und Segen liegen bei dieser Veröffentlichung nahe bei einander, auch wenn das ein wenig pathetisch klingt. Richtig müsste es allerdings heißen, Segen und Fluch, denn das bayerische Trio ist durch die Einschränkungen der Pandemie überhaupt erst zustande gekommen.  Im vergangenen Herbst, als Lockerungen erstmals wieder Bühnenauftritte in Clubs ermöglichten, war ein Triokonzert mit den beiden Oberpfälzern Paulo Morello und Sven Faller zusammen mit dem belgischen Gitarristen Philip Catherine im berühmten Birdland in Neuburg fest gebucht. Reisebeschränkungen und Lockdowns, die zum Zeitpunkt des Auftritts eine Ausreise des Belgiers verhinderten, stellten die zwei verbliebenen Triomitglieder vor ein Problem. Den Auftritt wollten sie nicht absagen und entschieden sich zusammen mit dem Veranstalter für eine unkonventionelle Lösung. Der Veranstalter hatte vorgeschlagen das Konzert doch mit einem anderen Partner zu spielen. Unabhängig von einander hatten sowohl Faller, wie Morello – auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Neli Schmidkunz – bereits mit Mulo Francel in anderen Gruppen zusammengespielt. Der gehört mit dem von ihm mit gegründeten Akustik-Quartett Quadro Nuevo zu den erfolgreichsten Jazzsaxofonisten hierzulande. Ein Anruf, Francel hatte Zeit und sagte spontan zu, das Konzert mitzuspielen. Aufgrund ihrer wechselseitigen musikalischen …

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37 Erststudierende an der Hochschule für Musik in Weimar

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Weimar - An der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar sind zum Start des Sommersemesters 59 neue Studentinnen und Studenten immatrikuliert worden. 37 von ihnen studieren zum ersten Mal dort, wie die Hochschule am Montag mitteilte. Die anderen wechselten zum Beispiel von einem Bachelor in einen Masterstudiengang.

Von den Erstsemestlern, die umgangssprachlich Erstis genannt werden, kommen 13 aus Deutschland und 24 aus anderen Ländern. Sieben junge Menschen werden demnach am Institut für Blasinstrumente und Schlagwerk studieren, jeweils fünf am Institut für Gesang und Musiktheater und am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena.

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Ballettdirektor des Bayerischen Staatsballetts Zelensky tritt zurück

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München - Igor Zelensky, Ballettdirektor des Bayerischen Staatsballetts, tritt am Montag zurück. Das teilte das Bayerische Staatsballett am Sonntagabend mit und verwies auf private und familiäre Angelegenheiten als Grund für den Rücktritt des Russen. Bis ein neuer Direktor gefunden sei, sollen die Ballettmeister Judith Turos und Thomas Mayr «die Kontinuität sicherstellen».

Die Nachfolge Zelenskys solle in den nächsten Wochen geregelt werden. Zelensky selbst äußerte sich schriftlich zu seinem Rücktritt: «Eine Ballettkompagnie zu führen, erfordert absolute Konzentration und Kapazität», so der scheidende Ballettdirektor. «Aktuell verlangen jedoch private Familienangelegenheiten meine volle Aufmerksamkeit und Zeit, die mit der Leitung einer Ballettkompanie nicht vereinbar sind. (…) Meine Familie braucht nun meine ganze Unterstützung»

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Salon der Leidenschaften – Frankfurts Oper bietet Giordanos „Fedora“ in Christoph Loys Inszenierung

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Aus den blutigen Wirren der Französischen Revolution in die gepflegten Salons des Adels zwischen St. Petersburg und Paris oder Idylle in den Schweizer Bergen – so ließe sich der kompositorische Weg Umberto Giordanos von „Andrea Chenier“ zu „Fedora“ auch beschreiben. Christoph Loys Stockholmer Inszenierung von 2016 animierte Frankfurts Intendant Bernd Loebe, die Wirkung der „Adelsschmonzette“ um die schöne Fürstin Fedora auch in seinem Haus zu prüfen.

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In Nürnberg sucht Marco Štorman ausgerechnet beim „Rosenkavalier“ nach dem Kern der Sache

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In normalen Zeiten gehört es sich eigentlich nicht, über Generalproben zu schreiben. Aber was ist schon noch normal heutzutage. An der Oper in Bonn zum Beispiel wäre man sicher froh, wenn denn jemand über eine stattgefundene Generalprobe der Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „Feldlager in Schlesien“ berichtet hätte, von dem hierzulande niemand eine Vorstellung hat, wie das wohl klingen mag. Schlimmer kann es kaum kommen für die Bonner: das Feldlager muss erneut leer bleiben….

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Langeweilige Mätzchen – Premiere von Mozarts „Don Giovanni“ an der Berliner Staatsoper

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Die Mozart-Da-Ponte-Trilogie, die Regisseur Vincent Huguet und Dirigent Daniel Barenboim gemeinsam entworfen haben, ist nun mit „Don Giovanni“ komplettiert worden. Der Regisseur und Chéreau-Schüler Huguet will die Mozart/Da-Ponte-Trilogie (so schreibt er im Programmheft) als Legende von der sexuellen Befreiung und ihren Folgen verstanden wissen. „Così fan tutte“ als 68er-Aufbruchsstück, als Initiation gleichsam, „Le nozze di Figaro“ als Ehekrisen-Actionkomödie, (Midlife Crisis). Das in der „Année érotique“ beginnende Triptychon soll mit „Don Giovanni“ als in der Gegenwart angesiedelte Altersbetrachtung enden.

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