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Fotograf des Mittendrin: Nachruf auf Sepp Werkmeister

JazzZeitung - aktuell -

Die Clubs hießen anders, „Orlando“ zum Beispiel, oder „Bongo Bar“, „Reitschule“ oder „Domicile“. Die Welt war auch noch eine andere. Musiker spielten oft wochenweise auf einer Bühne, in den Clubs wurde gequalmt, was das Zeug hielt, auch ordentlich gesoffen. Es gehörte zum Lebensstil des kultiviert Subversiven, sich ein wenig gegen die Etikette der Hochkultur zu stemmen, auch wenn man insgeheim ein Stück von ihr sein wollte. Es war eben Jazz, afroamerikanische Musik, importiert mit den Alliierten, einschließlich des dazu passenden Lebensgefühls der kleinen Freiheit im schon wieder bieder sich einschwingenden Wirtschaftswunder. Und mittendrin ein junger Mann mit Kamera, der mit Ikoflex oder Rolleiflex versuchte, den Musikern auf der Bühne ein von Intensität durchdrungenes Bild abzutrotzen. Es ist ihm oft gelungen. Duke Ellington zum Beispiel, mit Augenringen, Kippe im Mund, spät in der Nacht. Art Blakey oder Lionel Hampton, vor Schweiß nur so glänzend. Bobby Timmons, ein pianistischer Fürst der Dunkelheit, lässig das Zigarillo im Mundwinkel. John Coltrane, in der Pause auf der Treppe des Village Gates in New York, den Blick in die Ferne der Inspiration gerichtet. Sepp Werkmeister hat sie fast alle gehört, gesehen, …

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Tag der Kinderstimme

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Rück- und Ausblick auf Angebote rund um das Singen mit Kindern

Mit dem „Tag der Kinderstimme“ hat sich in Baden-Württemberg seit 2019 ein landesweites Partnernetzwerk zusammengefunden, um das Singen mit Kindern zu fördern. Sechs starke Bildungspartner, der Schwäbische und der Badische Chorverband, der Landesverband der Musikschulen, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, die Jugendmusikschule Ludwigsburg, und die Stiftung „Singen mit Kindern“ setzten 2021 mit Onlineangeboten auch in der Corona-Pandemie neue Impulse für die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In der Ausgabe 4/21 der nmz wurde bereits über die Angebote berichtet. Hier ein Rück- und ein Ausblick.

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Große Fluthilfeaktion

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Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Musikschulen in Rheinland-Pfalz üben für den guten Zweck

Die Flutkatastrophe im Ahrtal richtete eine unbeschreibliche Zerstörung an und forderte viele Todesopfer. Trotz Soforthilfen für den Wiederaufbau ist die Situation in den Überflutungsgebieten nach wie vor sehr schwierig. Jede Unterstützung wird gebraucht. Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte: „Alleine schaffen wir das nicht, schon gar nicht die Kommunen in den zerstörten Regionen.“

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Neuwahlen des Vorstands

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Beim Landesverband der Musikschulen in NRW

Am 12. November veranstaltete der Landesverband der Musikschulen in NRW (LVdM NRW) seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung in der Stadthalle Hilden. Turnusmäßig standen in diesem Jahr die Vorstandswahlen auf dem Programm, die Vorsitzenden Bernd Smalla und Ruddi Sodemann traten nicht mehr zur Wahl an.

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Prävention braucht mehr Angebote

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Nach der Pandemie: Musiktherapie an Musikschulen

In einer gemeinsamen Presseerklärung haben die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft und der Verband deutscher Musikschulen an Kommunen appelliert, kulturelle Bildung und therapeutische Angebote zu verstärken.

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Graubunt?

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Theo Geißler zur Kulturpolitik einer Ampel

Zu Beginn ein wenig koloriertes Grund-Halbwissen: In der so genannten „autotypischen Farbmischung“ – sie ist gewissermaßen eine Kombination des additiven und subtraktiven Zusammenquirlens von Rot, Grün, Blau sowie Cyan, Magenta und Gelb (keine Ahnung, wie das funktionieren soll, aber sie tut es, sonst könnten wir keine Farben drucken) – ergäben die zusammengepanschten Ampelfarben ein leicht schmutzig wirkendes Grau.

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Nolde, Wagner, Nina Hagen - Kanzlerin Merkel und die Kultur

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Berlin - Im Museum nicht vordrängeln, Opern-Karten selbst bezahlen. Angela Merkel will keine Privilegien für privates Interesse. Als Kanzlerin lässt sie der Kultur viel Raum - es bleibt nicht immer störungsfrei.

Nina Hagen und Angela Merkel passen nicht zwingend in einen Gedanken - bisher. Doch die im Westen mit exzentrischem Punk bekannt gewordene Sängerin war bereits vor ihrer Übersiedlung im Osten ein Star. Hagens im Jahr 1974 - Merkel war damals 20 - zum DDR-Hit avancierten Song «Du hast den Farbfilm vergessen» lässt sich die aus dem Amt scheidende Kanzlerin nun vom Musikkorps der Bundeswehr zu ihrem Abschied vorspielen.

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Aufbruch aus der Krise? - Die Kultur vor dem nächsten Problem-Jahr

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Berlin - Die Pandemie will nicht weichen, die Kulturszene stolpert weiter durch eine schwere Krise. Gerade erst wieder etwas zu sich gekommen, steht das nächste Corona-Desaster bevor. Trübe Aussichten für das neue Kulturjahr.

Es könnte eine Zeit des Aufbruchs sein. Eine neue Kulturstaatsministerin, frische Schwerpunkte einer veränderten Regierungskonstellation wären denkbare Markierungspunkte für Hoffnungsschimmer nach harten Pandemie-Jahren. Doch die aktuelle Corona-Welle trifft eine gerade erst wieder aus dem jüngsten Lockdown erwachende Kulturszene schwer. Bereits nachhaltig geschwächte Akteure in Kinos, Theatern, Museen stehen vor dem nächsten Desaster, für Freischaffende auf Bühnen, in Konzerten oder Clubs ist noch immer kein sicherer Grund in Sicht.

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Kammermusik-Trio Sora mit Hans Gál-Preis geehrt

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Mainz - Der zum zweiten Mal verliehene Hans Gál-Preis für junge Musikensembles geht in diesem Jahr an das französische Kammermusik-Trio Sora. Clémence de Forceville (Violine), Angèle Legasa (Viloncello) und Pauline Chenais (Klavier) überzeugten durch ihre gleichsam subtilen wie erfinderischen Interpretationen, teilte das rheinland-pfälzische Kulturministerium anlässlich der Preisverleihung am Dienstag in Mainz mit.

Die Auszeichnung, die mit 10 000 Euro dotiert ist, wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Villa Musica Rheinland-Pfalz vergeben. Gestiftet hat den Preis, der an den jüdischen Komponisten Hans Gál (1890-1987) erinnert, das Ehepaar Susanne und Andreas Barner. Die Ehrung war im Jahr 2020 erstmals vergeben worden.

+++ Alma Naidu erhält erstes Stipendium der Grizzly Jazz Foundation +++

JazzZeitung - aktuell -

Die neu gegründete Stiftung „Grizzly Jazz Foundation – Supporting young artists“ in Bonn widmet sich dem deutschen Jazznachwuchs. Der Gründer der Stiftung Prof. Dr. Andreas Hoeft, der den namensgebenden Spitznamen „Grizzly“ trug, hatte im Sinn, junge und talentierte Jazzmusiker*innen mit profunder Ausbildung im Übergang zum Berufsleben zu unterstützen. Das Stipendium ist mit bis zu 20.000 Euro dotiert und auf zwei Jahre begrenzt. „Die nachrückende Jazzgeneration benötigt Sichtbarkeit, Referenzen, Zugang zu Netzwerken und finanzielle Anlaufunterstützung – gerade in Zeiten von Corona, in denen es für den Nachwuchs nur wenige Auftrittsmöglichkeiten gibt. Die Stiftung greift an dieser Stelle mit finanzieller und ideeller Hilfe zur Selbsthilfe ein“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Cassebaum. Gemeinsam mit Dr. Sabine Hoeft und Dr. Anke Steinbeck arbeitet er im Vorstand der Stiftung ehrenamtlich daran, die Sichtbarkeit junger Musiker*innen durch beispielsweise die Vermittlung von Auftrittsmöglichkeiten zu erhöhen. Bei der Auswahl der jungen Stipendiat*innen arbeitet die Stiftung vorrangig mit dem Bundesjazzorchester (BuJazzO) zusammen. Alma Naidu als erste Stipendiatin der Stiftung Die Jazzsängerin und Songwriterin Alma Naidu (geb. 1995) ist seit 2020 Mitglied im BuJazzO und wurde auf Wunsch des Stifters als erste Stipendiatin benannt: …

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Neue Website: Kulturschaffende sollen EU-Förderung besser finden

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Brüssel - Kulturschaffende sollen nach nur ein paar Klicks einen Überblick über die für sie relevanten EU-Förderprogramme bekommen. Eine entsprechende neue Internetseite solle den Menschen und Kultureinrichtungen dabei helfen, sich durch den «Dschungel» an wirtschaftlichen und finanziellen Angeboten zu navigieren, sagte die geschäftsführende Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Dienstag in Brüssel.

«Diese einzigartige Übersicht erlaubt es allen Kulturakteuren, mit nur drei Klicks die beste EU-Finanzierung unter den insgesamt 75 verfügbaren Fördermöglichkeiten zu finden», sagte die für Kultur zuständige EU-Kommissarin Marija Gabriel.

Interessierte können den Angaben zufolge Finanzierungsmöglichkeiten nach ihren jeweiligen Bedürfnissen, ihrem Tätigkeitsbereich und der Art ihrer Organisation filtern. Die Kultur- und Kreativbranche ist besonders schwer von der Corona-Pandemie getroffen.

 

Steigerlied soll bundesweit immaterielles Kulturerbe werden

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Freiberg - Das «Steigerlied» - heimliche Hymne des Erzgebirges - soll bundesweit immaterielles Kulturerbe werden. Bisher gehört das Lied, das auch in anderen Bergbauregionen zur festen Tradition gehört, lediglich zum entsprechenden Landesinventar von Nordrhein-Westfalen.

Mit dem neuen Vorstoß soll ihm nun diese Ehre bundesweit zuteil werden, teilte der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine am Dienstag in Freiberg mit. Dazu sei ein früherer Antrag aus Nordrhein-Westfalen von Verbänden bundesweit ausgebaut, ergänzt und der Landesregierung in Düsseldorf erneut vorgelegt worden.

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Wie hört man eigentlich „Neue Musik“?

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Absolute Beginners 2021/11

Ich spreche sehr gerne mit meinen Studierenden darüber, wie die von ihnen geschriebene Musik eigentlich beim Hörer ankommt. Wird sie so gehört wie intendiert? Wird sie vielleicht auf interessante Weise missverstanden? Die Intentionen der Komponierenden sind nicht immer das, was man vordergründig wahrnimmt. Umgekehrt suchen Interessierte an Neuer Musik oft Hilfestellungen, wie man unbekannte Musik am besten zum ersten Mal anhört.

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Das sichtbare Unsichtbare

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Perspektiven auf Musiktheater und Virtualität

Im Rahmen von Diskurs Bayreuth haben Marie Luise Maintz und Patrick Hahn zahlreiche Regisseur*innen und Komponist*innen zur digitalen Zukunft des Musiktheaters befragt. Für die nmz stellen Sie einige Positionen vor.

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Eintagsfliegen, die es nicht ins Repertoire schaffen

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Die Hütte brennt: Können die Opernhäuser weitermachen wie bisher ? · Von Bernd Feuchtner

14,3 Millionen Menschen ab sechs Jahre in Deutschland machen als Amateure Musik und 5,4 Millionen singen in Chö­ren mit: Das Musikinformationszentrum (MIZ) des Deutschen Musikrates hat ein Plakat herausgebracht, auf dem man solche und andere schöne Daten zum Musikmachen finden kann, wunderbar! Ein anderes MIZ-Plakat feiert die Vielfalt der Opern-Programme in Deutschland: 860 Opern von 457 Komponist*innen wurden in den letzten fünf Spielzeiten vor Corona in den 80 Opernhäusern gespielt. Da müssen wir uns um den Neustart Kultur in der kommenden Spielzeit ja keine Sorgen machen. Wenn wir uns die Spielzeit-Ankündigungen ansehen, geht alles so weiter wie bisher.

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Transatlantisch: das Progressive Chamber Music Festival 2021 im Milla Club

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Till Hoffmann fährt mit der Sohle über den Boden. „Da rutscht nichts“, meint der Münchner Veranstalter, der mit seinem Eulenspiegel Flying Circus über Pandemie-Monate hinweg bayernweit Konzerte ermöglichte und außerdem schon 2012 zum Gründungsteam des Milla Clubs gehörte. „Vielleicht fast ein bisschen zu viel Grip,“ erklärt er weiter, „aber wir haben den Boden hier aufwändig erneut. Und mit der Zeit verschleift sich das schon!“ Dabei hat Hoffmann Clubnächte im Sinn, voll gepackte Indie-Konzerte oder auch gut besuchte Gastspiele von Singer/Songwritern aus aller Welt, die bis zum Corona-Desaster die Kellerräume in der Holzstraße füllten. Das bleibt noch etwas Zukunft, in diesen Tagen war er schon zufrieden, dass ein Event wie das Progressive Chambers Music Festival stattfinden konnte, das über zwei Novemberabende (10./11.11) hinweg sechs Bands und ein zahlenmäßig kleines, aber begeistertes Publikum in die Milla lockte. Kooperationen von Nah und Fern Ähnlich ging es Gerd Baumann und Gregor Hübner. Der eine ist Gitarrist, Professor für Filmmusik an der Münchener Hochschule und ebenfalls Teil des Milla-Teams, der andere Geiger, Jazz-Professor an der HMTM und Teil des Sirius Quartets in seiner zweiten Heimat New York. Beide hatten lange …

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Gestrandet – „Sleepless“ von Peter Eötvös an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin uraufgeführt

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Peter Eötvös macht hier eine Geschichte zur Oper, von der man sich fragt, „wer hier welchen emotionalen Nährwert mitzunehmen vermag, so deprimierend niederdrückend sei diese, findet unsere Kritiker Joachim Lange und ergänzt: „Eötvös evoziert mit seiner Komposition eine Atmosphäre, die wie ein ausgebremster Britten wirkt und ihre emotionale Grundströmung beibehält.“

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Kaffeekränzchen mit Jack The Ripper – „Elektra“ von Richard Strauss in Hamburg

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Das mythologische Atridendrama um Agamemnon, seine Ehefrau Klytämnestra, deren Liebhaber Aegisth, und die Kindern Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest ist eines der klassischen Schlachtfeste des antiken Dramas: Der Vater opfert Iphigenie aus politischen Motiven, Klytämnestra und Aegisth erschlagen Agamemnon. Orest wird als Kleinkind zu Bauern gegeben (er wird später Klytemnästra und Ägisth töten), Elektra will ihren Vater rächen, Chrysothemis eine „normale“ Existenz aufbauen.

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