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Endzeitsonate – Frankenstein oder Die Minnesänger des Untergangs

Eine Satire, ein Totentanz, eine Parabel
Erscheinungsjahr 1999
234 Seiten, Paperback
CB 1079

ISBN: 

3-930079-79-8
€ 17,00

Vier Jahre nach seiner gnadenlosen Abrechnung mit der Dekadenz zeitgenössischer Musikwettbewerbe („Mephisto-Walzer oder: Der Tanz der Klaviere“) erscheint der neue Stuppner: Ein nicht minder gnadenloser Blick auf den Zustand der sogenannten neuen Musik. Pflichtlektüre für alle, die nicht nur ins Konzert gehen, um zu entspannen.

„Dieses Jahr einmal nicht nach Donaueschingen, sagte ich mir, als ich vergangenen Herbst, unmittelbar vor Antritt der Fahrt zu den berühmten Donaueschinger Musiktagen, deren Besuch für meine musikalische Kunst- und Geistesverfassung zu einem wahren, alljährlich wiederkehrenden ästhetischen Bedürfnis geworden war, zufällig und ganz nebenbei im Kulturteil einer mir bis dato unbekannten „Schwarzwälder Chronik“ von der Eröffnung eines modernen „Kur- und Krankheitszentrums für leidende zeitgenössische Komponisten“ las. Dieses Sanatorium sei, so der Chronist, am Ende eines unglücklichen musikalischen Jahrhunderts in bezeichnender Weise vis-à-vis zum exzessivsten musikalischen Dionysos-Fest der Neuzeit, eben jenen Donaueschinger Musiktagen, die alljährlich vom Südwestfunk Baden-Baden veranstaltet werden, für alle jene Komponisten eingerichtet worden, die aus der musikalischen Krankheit dieses Jahrhunderts, der Neurose eines kontroversen und schockierenden Kunst-Verständnisses nicht mehr ein und aus wußten und physisch wie musikalisch dem Wahnsinn verfielen.“

  • Neue Musik
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