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Bitte nicht diese Stacheldrahtmusik! – Die Düsseldorfer Tonhalle kuratiert sich ein „Schönes Wochenend“-Festival

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Düsseldorf, im Februar – „Einfach fühlen“ empfiehlt das Logo der städtischen Tonhalle. Was man bei „Music. Mix. Mashup“ gefühlt hat, war vor allem eine tiefe Verunsicherung. Wie tief diese inzwischen sitzt, signalisiert ein chronisch gewordener Marketingsprech, mit dem dieser landeshauptstädtische Jahres­beitrag zur Deutung, Sichtung, Förderung der Gegenwartsmusik um Aufmerksamkeit heischt. Hauptsache, keinen Trend verpassen! Hauptsache, flott rüberkommen! Was natürlich nicht ohne Kollateralschäden abgehen kann. Damit der „Schönes Wochenende“-Music-Mixer ans Laufen kam, hatten Kunst, Kunstübung die Rolle des Futtermittel-Lieferanten zu übernehmen. Undankbar.

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Manu Delago – Handmade: Hang’nBass im Kölner Stadtgarten

JazzZeitung - aktuell -

Im Trio mit der Vokalistin/Violinistin Isa Kurz und Chris Norz Percussion/Electronics präsentierte der virtuose Hang- und Perkussion-Spieler Manu Delago seine neue CD „Metromonk“. Eine gelungene Mischung aus Kammerjazz & Hang’nBass. Das Hang an sich hat seinen eigenen Reiz und fasziniert durch seinen besonderen Klang. Delago ist seit über 10 Jahren absoluter Hang-Experte, entlockt dem Instrument [… mehr]

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Kurz-Schluss: Wie ich einmal versuchte, unser verunsichertes, trauriges Land aufzuheitern

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Ausgerechnet in der „fünften“ Jahreszeit, dem Karneval, süddeutsch auch Fasching genannt, legt sich ein mehltaupappiger Grauschleier, eine eigentlich unerklärliche Depression über unser schönes, heiteres deutsches Land. Ja über dreiviertel Europa. Wo eigentlich endlich mal das Volk die Sau rauslassen darf, gedacht als Ventil für angesammelten Frust – beherrscht Zukunftsangst und Pessimismus selbst die Motivwägen unserer ansonsten so hemmungslos komischen Jecken. Saure Drops, bitterschwarzer Lakritz werden anstelle von Sweet-Karamellen und schmusigen Marshmallows in die überraschend erstarrten Massen am Straßenrand geworfen. Und die Krawatten-Produzenten und Scherenschleifer vermelden drastische Umsatzeinbrüche vor allem im Heiterkeits-Stammland Nordrhein-Westfalen. Höchste Zeit, gegenzusteuern, gerade in dieser oft so trüben publizistischen Rubrik.

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Musikfonds: erste Förderrunde eröffnet!

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Mit dem Musikfonds werden künftig herausragende Projekte aller Sparten der Zeitgenössischen Musik mit einer Antragssumme von bis zu 50.000 Euro unterstützt. Insgesamt stehen jährlich 1,1 Millionen Euro für den Fonds zur Verfügung. Nun wurde die erste Förderrunde eröffnet: bereits im Juni 2017 wird das Kuratorium über die ersten Förderanträge entscheiden.

  

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Eine Kudammbühne gesichert - Investor baut neues Theater im Keller

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Berlin (dpa/bb) - Jahrelang ist um die beiden Kudammtheater gerungen worden, nun gibt es einen Kompromiss: Statt zwei Bühnen wird es am traditionsreichen Berliner Boulevard-Standort am Kurfürstendamm nur ein Theater geben - und das muss in den Keller ziehen. Nach der Einigung zwischen dem Investor für das Areal und dem Theaterbesitzer sei die Spielstätte damit für mindestens 30 Jahre gesichert, sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

Theaterdirektor Martin Woelffer, der stets auf den Erhalt der beiden Bühnen bestanden hatte, sprach von einem «Riesenerfolg». Bei der Gestaltung der Ersatzbühne kann er frei entscheiden, das Theater soll ein oberirdisches Foyer erhalten. Der Investor, der das sogenannte Kudamm-Karree sanieren und deshalb das Theater abreißen wollte, investiere 3,3 Millionen Euro für die Innengestaltung. «Es handelt sich aber nicht um zwei, sondern um eine Bühne», schränkte Lederer ein.

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Vierköpfiges Team übernimmt Intendanz des Kurt Weill Festes

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Dessau-Roßlau - Ein vierköpfiges Team übernimmt die neue Intendanz für das Kurt Weill Fest 2018 in Dessau-Roßlau. Das teilte die Kurt-Weill-Gesellschaft am Dienstag mit. An der Spitze des neuen Quartetts steht der Kulturmanager Gerhard Kämpfe aus Berlin. An seiner Seite sind der Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau, Markus L. Frank, der Musikhistoriker Jürgen Schebera sowie der Generalintendant am Anhaltischen Theater Dessau, Johannes Weigand.

Das neue Team arbeite bereits, hieß es. Der langjährige Intendant Michael Kaufmann beendet nach dem diesjährigen Kurt Weill Fest im März sein Engagement vorzeitig. Ursprünglich sollte seine Intendanz bis 2018 dauern. Das neue Team ist eine Interimslösung.

Festspiele MV erstmals mit Kinder- und Familienprogramm

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Papendorf - Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern warten in diesem Jahr erstmals mit einem eigenständigen Programm für Kinder und Familien auf. Wie Intendant Markus Fein am Dienstag in Papendorf bei Rostock berichtete, werden sechs eigens für diese Zielgruppen konzipierte Veranstaltungen die jüngsten Besucher und ihre Begleiter auf eine musikalische Entdeckungsreise der besonderen Art mitnehmen.

Für «Mäck & Pomm - Das Kinder- und Familienprogramm» seien etwa der Geiger Daniel Hope und das Blechbläserquintett Sonus Brass sowie die TV-Moderatoren Willi Weitzel oder Ralph Caspers verpflichtet worden.

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Hoff legt Kabinett Vorschlag zum Kulturstadtvertrag Weimar vor

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Erfurt - Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) hat das Kabinett nach Angaben der Staatskanzlei über seine Pläne für einen Kulturstadtvertrag mit Weimar vorgelegt. Ein entsprechender Entwurf sei in seinem Haus erarbeitet worden, sagte eine Sprecherin am Dienstag nach der Sitzung. In der Vereinbarung sollen alle Leistungen verankert werden, die das Land Thüringen oder der Bund für Kultureinrichtungen, Gedenkstätten und Hochschulen geben.

Die Ressorts müssten sich noch miteinander abstimmen, hieß es. Es gebe ein Gesprächsangebot an die Stadt. Einzelheiten wurden nicht genannt. Im Gegenzug müsse Weimar die städtischen Zuschüsse - unabhängig davon, ob es seine Kreisfreiheit bei der geplanten Gebietsreform behalte oder nicht - für die Klassik Stiftung, das Deutsche Nationaltheater und das Kunstfest festschreiben. Ziel des Kulturstadtvertrages sei es, die weit über Thüringen ausstrahlenden Einrichtungen für die Zukunft zusichern.

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Musikfest «Unerhörtes Mitteldeutschland» widmet sich 70 Komponisten

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Halle - Zum Musikfest «Unerhörtes Mitteldeutschland» erklingen in diesem Jahr an verschiedenen Orten selten gespielte Werke von 70 Komponisten. Zu diesen gehören August Eberhard Müller und Gustav Nottebohm, wie der Festivalinitiator Daniel Schad am Dienstag in Halle mitteilte. Es sind 14 Konzerte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant.

Eröffnet wird das 7. Musikfest am 16. Juni mit einer Uraufführung: Das Konzert «Unerhörter Martin Luther - Zeitgenossen und Luthervertonungen» bestreiten der Kammerchor CantART und der Organist Florian Zschucke unter der Leitung von Martin Tuchscherer in der Laurentiuskirche in Halle. Das Fest endet am 25. Juni im Carl-Loewe-Haus in Wettin-Löbejün bei Halle.

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Junge Musiker spielen um kostbare Streichinstrumente

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Hamburg - Auf einer Stradivari zu spielen - dieser Traum wird für einen jungen Geiger oder eine junge Geigerin bald wahr: Zum 25. Mal lädt die Deutsche Stiftung Musikleben vom 24. bis 26. Februar die junge Streicherelite zum Wettbewerb um Meisterinstrumente ein.

60 Teilnehmer aus ganz Deutschland im Alter zwischen 12 und 28 Jahren werden in Hamburg einer fünfköpfigen Fachjury vorspielen. 33 Instrumente aus den Werkstätten großer Namen wie Gagliano, Guarneri, Testore oder Vuillaume, aber auch ein frisch gebautes Auftragsinstrument des Freiburger Instrumentenbaumeisters Ersen Aycan werden für zunächst ein bis zwei Jahre in neue Hände vergeben. Zur Vergabe steht auch eine Violine von Antonio Stradivari, Cremona 1703, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

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Griechenland erhält neues Kulturzentrum für Oper und Bibliothek

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Athen - Ein kultureller Lichtblick inmitten der Krise: Das neue Kulturzentrum «Stavros Niarchos Foundation Cultural Center» (SNFCC) wird künftig in der griechischen Hauptstadt Athen die Nationalbibliothek und die Staatsoper beherbergen. Der monumentale Bau des italienischen Architekten Renzo Piano im Süden der Stadt sollte von der Stiftung des griechischen Reeders Stavros Niarchos (1909-1996) am Mittwochabend dem griechischen Staat offiziell übergeben werden.

Der Umzug der beiden Institutionen soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Während das Zentrum von vielen Griechen mit Begeisterung aufgenommen wird, steigt zugleich aber die Sorge um die Zukunft des nagelneuen Kulturtempels. Für weitere fünf Jahre will die Stiftung das Kulturzentrum zwar begleiten und sich bei manchen Projekten auch finanziell engagieren. Doch für die Verwaltung, den Betrieb und die Instandhaltung ist von nun an der finanziell klamme griechische Staat zuständig.

Jazzoffensive Essen: Planungssicherheit für ein herausragendes Festival

JazzZeitung - aktuell -

Die Jazzoffensive Essen bereichert seit nunmehr fast 20 Jahren mit Ereignissen wie diesen die freie Szene in der Ruhrgebietsmetropole, alles rein ehrenamtlich! Aktuell freut sich der Verein über eine zukunftsweisende öffentliche Förderung: Ab 2017 wird die Jazzoffensive endlich institutionell und eben nicht nur als temporäres „Projekt“ vom Kulturamt finanziell unterstützt. Es muss also nicht jedes [… mehr]

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Blues, Kanon und Piano-Entspannung

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Neue Notenausgaben für Gitarre, Stimme und Klavier

Andrew D. Gordon: The Blues Scale for Guitar (150 Blues Patterns to learn from! How to improvise using the blues scale in many styles of music) +++ Werner Jocher: STIMM-Kanons (Stimmbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene) +++ Hal Leonard Guitar Play Along Vol. 77: Bluegrass, Hal Leonard +++ Relax! With Folk Piano (38 beautiful pieces)

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Die Zerstückelung liegt in der Autonomie des Hörers

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Ein Gespräch mit Johannes Bultmann, Künstlerischer Gesamtleiter von SWR Classic

Schöne neue Klassikwelt. Sie ist vor allem eines: digital. Mit Konzertstreams, Digital Concert Halls, Apps, Aktionen in den sozialen Netzwerken und vielem anderen mehr stellt sich die altehrwürdige Branche des klingend Schönen, Wahren und Guten den Herausforderungen des technologischen wie des sozialen Wandels. Dem Druck des Digitalen begegnet der SWR mit SWR Classic, und ausnahmsweise soll hier nicht von Orchesterschließungen die Rede sein, sondern davon, wie der SWR, einmalig für die ARD, seine Klangkörper, seine Festivals und seine Netzaktivitäten in das alles übergreifende, eben: Netz von SWR Classic ein- und verwoben hat.

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Ysaÿe, Theater und Heavy Metal

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Der Ludwigsburger Gitarrist Jonas Khalil

Jonas Khalil präsentiert sein erstes Album als klassischer Gitarrist, das Programm ist verblüffend und verblüffend spannend. Überhaupt fällt dieser Musiker etwas aus dem Rahmen des Gewohnten. Als Leadgitarrist einer Heavy-Metal-Band trat er schon in halb Europa auf.

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Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung an Michael Pelzel, Simon Steen-Andersen und Lisa Streich

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Die drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung gehen 2017 an die Schwedin Lisa Streich, den Dänen Simon Steen-Andersen und den Schweizer Michael Pelzel. Die Auszeichnung für vielversprechende junge Komponisten ist jeweils mit 35.000 Euro dotiert und wird ergänzt durch die Produktion einer Porträt-CD. Die Ernst von Siemens Musikstiftung vergibt 2017 erstmals insgesamt 3,5 Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern.

3 Millionen Euro an zeitgenössische Musikprojekte weltweit

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Konzert Nummer 4 des BMW Welt Jazz Award: Renaud Garcia-Fons mit Revoir Paris

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Im neuen Trio mit dem Akkordeonisten David Ventucci und dem Vibraphonisten und Perkussionisten Stephan Caracci kehrt Renaud Garcia-Fons  zum Urbanen seiner Geburtsstadt Paris zurück. Das Trio war vergangenen Sonntag zum BMW Welt Jazz Award eingeladen und begeisterte das Publikum mit einem „Revoir Paris“ überschriebenen Programm. Von Musette zu Hot Jazz, von Chansons in der Tradition von [… mehr]

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„Spartenbericht Musik“: keine neuen Erkenntnisse des Statistischen Bundesamtes

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Das Statistische Bundesamt hat nach einer dreijährigen Projektphase einen „Spartenbericht Musik“ vorgelegt. Der Bericht ist Teil einer von der Kultusministerkonferenz (KMK) gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in Auftrag gegebenen bundeseinheitlichen Kulturstatistik.

Ziel war es, den im Schlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ festgestellten Mangel an validen und vergleichbaren Daten im Kulturbereich zu beheben. Leider liefert der Bericht jedoch keine nennenswerten neuen Erkenntnisse.
  

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Paul Lincke, die «Berliner Luft» und die Hitler-Zeit

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Berlin - Paul Lincke dirigiert mitten im Zweiten Krieg in Berlin ein Potpourri seiner populären Melodien («Berliner Luft») und «alles singt mit und rast vor Freude», wie sich der Komponist erinnerte. «Kinder, setzt euch wieder, es kommt noch was!», rief Lincke dem Publikum zu. Es kam sogar ziemlich dicke für die Reichshauptstadt im Bombenhagel der nächsten Jahre, vor dem Lincke schließlich nach Marienbad flüchtete, bevor auch sein Wohnhaus und sein Musikverlag in der Kreuzberger Oranienstraße in Schutt und Asche fiel.

Dabei hatte der erfolgreiche und populäre Komponist der Kaiserzeit mit «Frau Luna» und dem «Glühwürmchen-Idyll», dessen Ruhm bereits langsam verblasste, lange versucht, auch mit den NS-Machthabern gut auszukommen, von denen er zwar nicht gerade verehrt (weil ja eigentlich «von gestern»), aber doch hofiert wurde. Sie benötigten immerhin jeden prominenten Künstler für ihr Renommee im In- und Ausland, sofern sie nicht wie Heinrich und Thomas Mann ins Exil gegangen waren.

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«Es hieß immer Musik-Business» - Wie Künstler heute Geld verdienen

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Berlin - Sündhaft teure Gitarren allein zum Zerschlagen auf der Bühne, Privatfuhrpark in der Villengarage, Titelfotos auf Musikmagazinen - der Traum vom Rockstarleben ist sicher noch lebendig. Aber wenn es ums Geldverdienen geht, müssen Musiker (und ihre Manager) heute umdenken, denn die Verkaufszahlen sind über die Jahre eingebrochen. Die Branche weitet den Blick - und Künstler werden als Unternehmer nebenher tätig.

 

Musik machen und Musik verkaufen - was früher gereicht hat, ist heute nur noch die Basis für bekannte Künstler. Sponsoring, Markenpartnerschaften, Merchandising, Auftritte in Castingshows, Bücher-Deals - das alles sind Möglichkeiten, wieder an die Einnahmen aus glorreichen Zeiten heranzukommen, wie Professor Hubert Wandjo erklärt, Leiter des Bereichs Musik- und Kreativwirtschaft an der Popakademie Mannheim. Im Musikvideo tauchen die Lautsprecher der einen Marke auf, bei Konzerten die Turnschuhe der anderen.

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