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Henriette Zehme
Zeitgenössische Musik und ihr Publikum
Eine soziologische Untersuchung im
Rahmen der
Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik 1999
ZeitMusikSchriften
(Hellerauer Beiträge zur zeitgenössischen Musik)
Band 1
224 Seiten Paperback
CB 1151 - ISBN 3-932581-51-2
€ 14,80

Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die zeitgenössische
Musik mit zahlreichen Vorurteilen belastet. Es wird ihr häufig
vorgeworfen, dass sie zu komplex sei, das Bedürfnis der meisten
Menschen nach Unterhaltung und Entspannung nicht befriedige, ohne
spezielle musikalische Kenntnisse kaum verstanden werden könne
und aufgrund der oft radikalen Abkehr von kulturell entwickelten
Gewohnheiten schwer zu rezipieren sei.
Demgegenüber erfreuen sich jedoch Festivals zeitgenössischer
Musik zunehmender Beliebtheit. Vor allem für hochkulturell
orientierte Personen ist zeitgenössische Musik ein Erlebnis
im Sinne von Gerhard Schulze, dient der Abgrenzung gegenüber
anderen und ist Ausdruck einer milieuspezifischen Lebensphilosophie.
Die Autorin diskutiert einerseits jene Faktoren, die den Nachvollzug
zeitgenössischer Musik erschweren, andererseits jene Voraussetzungen,
die Grundlage für deren Rezeption sind: der Besitz von kulturellem
Kapital in Form von Bildung sowie musikalische Vorbildung. Am Beispiel
des Publikums der 13. Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik
1999 wird gezeigt, dass die Rezeption zeitgenössischer Musik
durch die Zugehörigkeit zu bestimmten Milieus erklärt
werden kann.
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