| Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen"
Europäische Traditionen und Paradigmen
hrsg. von Isolde Schmid-Reiter
Schriften
der Europäischen Musiktheater-Akademie, Band 8
Paperback, 256 Seiten
ISBN 978-3-940768-16-2
CB 1216
€ 24,-
Dieses Buch dokumentiert eine von der Europäischen Musiktheater-Akademie
in Kooperation mit der Wiener Staatsoper durchgeführte Tagung
zur europäischen Rezeption von Richard Wagners „Der Ring
des Nibelungen“: Internationale Wagner-Forscher widmen sich
einer differenzierten Betrachtung nationaler Traditionen und Paradigmen
der Interpretations- und Aufführungsgeschichte der Tetralogie,
in der Wagner nach eigener Überzeugung den „vollendetsten
künstlerischen Ausdruck“ seiner Weltanschauung gefunden
hatte.
Während sich das Spektrum der Ring-Deutungen, heterogenen
Inszenierungskonzepte und interpretatorischen Tendenzen des deutschsprachigen
Raums durch zahlreiche Publikationen erschließt, blieb der
Einblick in die gesamteuropäische Rezeption des Werkes bislang
nur sehr fragmentarisch.
In den vorliegenden Beiträgen rücken die mythologischen,
archetypischen, allgemein-menschlichen und implizit wie explit politischen
Deutungsmuster, die die wechselvolle Auseinandersetzung mit Wagners
Ring des Nibelungen-Tetralogie bestimmen, in Fallbeispielen aus
Österreich, der Schweiz und – kursorisch vor allem die
jüngste Vergangenheit beleuchtend – Deutschland sowie
Frankreich, Italien, England, Finnland, Schweden, Dänemark,
Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Ungarn und Portugal
in den Blickpunkt.
Dabei werden der komplexe Zusammenhang aus Inszenierung, ästhetischem
und gesellschaftlichem Diskurs, die Verortung von Wagners Weltdrama
in konkreten gesellschaftlich-historischen Kontexten und die Frage,
wie die Interpretation des Ring auch die Selbstinterpretation der
Gesellschaft spiegelt, zur Diskussion gestellt. Inwieweit sich gegenwärtig
bei Wagners Werk Weltanschauungen verhandelt finden, wird nicht
zuletzt anhand aktueller Ring-Inszenierungen im kreativen Dialog
mit Theaterschaffenden hinterfragt.
Mit Beiträgen von Udo Bermbach, Daniel Brandenburg, John Deathridge,
Sieghart Döhring, Joachim Herz (†), Stephan Mösch,
Vera Nemirova, Gerd Rienäcker, Hannu Salmi, Tibor Tallián,
Mário Vieira de Carvalho, Susanne Vill, Franz Welser-Möst
und anderen
|