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Stefan Klöckner:
Handbuch Gregorianik
Einführung
in Geschichte, Theorie
und Praxis des Gregorianischen Chorals
248 Seiten, Paperback
CB 1204
ISBN 978-3-940768-04-9
€ 29,-
Der Gregorianische Choral gehört zu den komplexesten
und spannendsten Phänomenen der abendländischen Religions-
und Kulturgeschichte. Seine Melodien waren lange Zeit das einzige
musikalische Repertoire, das im christlichen Gottesdienst offiziell
zugelassen war; zugleich dienten sie der aufblühenden Mehrstimmigkeit
als Grundlage und gaben der Musik zu allen Zeiten Inspirationen
und Impulse.
Dabei verdankt der Gregorianische Choral seine Existenz
zuallererst der frühmittelalterlichen christlichen Spiritualität,
die auf der auswendigen Beherrschung und Rezitation der Texte der
Heiligen Schrift in der Liturgie basiert. Die gregorianischen Vertonungen
sind Niederschlag eines Textverständnisses, das von der Theologie
der Kirchenväter und von monastischer Spiritualität zutiefst
geprägt war - weitab von aller objektiven Neutralität
entstanden lebendige Zeugnisse einer intensiven und existentiellen
Auseinandersetzung mit den heiligen Texten.
Die 1200jährige Geschichte des Gregorianischen
Chorals ist zugleich ein „roter Faden“ durch die Musikgeschichte
des Abendlandes. So versucht die vorliegende Einführung, den
historischen Borgen von der Entstehung bis zur heutigen Praxis zu
spannen und immer wieder mit theologie- und kulturhistorischen Entwicklungen
zu verbinden: angefangen von den Theorien zu der Entstehung über
die Verschriftung bis zu seinem Niedergang und seiner Restitution
im 19./20. Jahrhundert. Ausführliche Darlegungen zur gregorianischen
Formenkunde, Exkurse (u.a. über die Theologie des "erklingenden
Wortes"), Hinweise zur heutigen Praxis und eine elementare
Neumenkunde runden das Werk ab.
Das Buch ist für alle gedacht, die sich für
den Gregorianischen Choral interessieren: Studierende der Kirchenmusik,
der Theologie und der Musikwissenschaft genauso wie Praktiker, die
singend oder leitend in einer Schola tätig sind.
Pressestimmen
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